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Stromerzeuger fängt bei Reinigungsarbeiten Feuer – Bahntrasse voll gesperrt

5. September 2019 | Von

Weinheim. Am Nachmittag des 04. September wurde die Abteilung Stadt der Feuerwehr Weinheim mit dem Stichwort „F1 brennt Gestrüpp und Hecke“ in einen Kleingarten unterhalb des Sulzbacher Dammwegs alarmiert. Schon auf der Anfahrt wurde sichtbar, dass die durch mehrere Notrufe gemeldete Lage deutlich ernster ist, als bislang angenommen. Über die Kreisverbindungsstraße war sichtbar, dass es in einem Garten auf der anderen Seite der Bahntrasse zu einem Brand kam, der sich schnell ausbreitete. Angekommen am Grundstück stellte sich heraus, dass mehrere Anhänger, eine Hütte und ein größeres Regal mit allerlei Unrat in Vollbrand stand. Die Einsatzkräfte des ersteintreffenden Fahrzeugs begannen die Löscharbeiten direkt mit zwei C-Rohren, um eine weitere Brandausbreitung, die aufgrund des anhaltend trockenen Wetters sehr viel schneller voranschreitet, möglichst zu verhindern. Dadurch konnte ein Übergreifen der Flammen auf einen dicht neben dem Brand geparkten PKW gerade noch verhindert werden. Da das Gelände direkt an die Bahntrasse Frankfurt/Heidelberg angrenzt, wurde die Strecke durch die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn gesperrt, und ein Notfallmanager des Unternehmens zum Einsatz entsendet.

Ein Feuerwehrangehöriger löscht Glutnester mit Netzwasser ab. Durch das beigemischte Schaummittelkonzentrat sinkt die Oberflächenspannung des Wassers und es kann besser in das Brandgut eindringen.

Um die Löschwirkung mit dem zunächst auf 3.000l begrenzten Wassertank zu maximieren, wurde dem Wasser frühzeitig Schaummittelkonzentrat beigemischt um sogenanntes Netzwasser zu erzeugen, welches die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzt und dieses leichter und tiefer in das Brandgut eindringen lässt. Nachdem weitere Kräfte der Abteilungen Sulzbach und Stadt eintrafen – unter anderem mit einem Tanklöschfahrzeug und dem Wechseladerfahrzeug mit Abrollbehälter Löschmittel konnte der Brand aggressiv bekämpft werden. Wegen des Funkenflugs bildeten sich während der Löscharbeiten immer wieder neue kleine Brandstellen an ursprünglich nicht betroffenen Bereichen. Auch breitete sich das Feuer zunächst beinahe unbemerkt durch das Gestrüpp am Bahndamm bis zum angrenzenden Grundstück aus. Dies erschwerte die Löscharbeiten der Einsatzkräfte zusätzlich. Nach etwa einer halben Stunde war der Brand soweit unter Kontrolle, dass die kräftezehrenden Nachlöscharbeiten beginnen konnten. Durch die Ansammlung an Unrat mussten viele Teile gewendet und entfernt werden, um auch an die letzten Glutnester herankommen zu können – bei Temperaturen um 30 Grad eine besondere Strapaze für die Einsatzkräfte.

Nach etwa anderthalb Stunden konnte der Einsatz für die Abteilung Stadt beendet werden, wobei die Abteilung Sulzbach mit einigen Kräften weiterhin vor Ort blieb, um die letzten Nachlöscharbeiten abzuschließen.

Neben der Feuerwehr war auch die Polizei mit zwei Streifen und ein Rettungswagen im Einsatz. Der Brand wurde vermutlich bei Reinigungsarbeiten eines benzinbetriebenen Stromerzeugers ausgelöst. Die Polizei hat dazu die Ermittlungen aufgenommen.