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Jugendfeuerwehr erkundet Partnerstadt von Weinheim

25. August 2019 | Von

Cavaillon. Anfang der Sommerferien ging es für die Jugendfeuerwehr Weinheim wieder auf große Entdeckertour. Diesmal ging die diesjährige Sommerfreizeit,  gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr der Partnerstadt Lutherstadt Eisleben nach Cavaillon.

Cavaillon ist eine französische Gemeinde im Département Vaucluse in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur mit ca. 27.000 Einwohnern. Weinheim und Cavaillon verbindet seit 1958 eine der ältesten deutsch-französischen Städtepartnerschaften. Zwischen beiden Städten finden regelmäßige Austausche statt. Berühmt ist Cavaillon für seine Melonen und den größten Obst und Gemüsemarkts Frankreichs. 

2005 verschlug es die Jugendfeuerwehr Weinheim schon mal nach Cavaillon und nach knapp 14 Jahren wurde es mal wieder Zeit die Partnerstadt von Feuerwehrseite aus zu besuchen.

Die Kapelle Saint Jacques

Stadtjugendwart David Kunerth und seine Betreuer durften auf der Sommerfreizeit Ersten Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Dr. Torsten Fetzner begrüßen. Er fuhr extra mit dem Zug nach Frankreich um seine Jugendfeuerwehr in ihrem Zeltdorf zu besuchen. Gemeinsam wurde Cavaillon erkundet. Vom höchsten Punkt der Stadt, an der Kapelle Saint-Jacques, bei der auch der berühmte Jakobsweg langführte, genießten die Teilnehmer ein tollen Blick über die weitläufige Stadt und den Fluss Durance. Die Jugendlichen bekamen von den beiden Französinnen Corinne Russo und Anni Stoyanov, langjähre Weinheimfreunde die Stadt, die Kathedrale Saint-Véran und einer der ältesten Synagogen Frankreichs gezeigt.

Nach dem Besuch des Markes konnten die Jugendlichen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Feuerwehren aus Deutschland und Frankreich kennen lernen. Die Sapeurs-Pompiers de Cavaillon öffnete für die Teilnehmer der Sommerfreizeit ihre Wache und zeigten ihren Fuhrpark. Ein Highlight war hierbei das neue Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr mit einem Wassertank von knapp 11.000 Liter Wasser an Bord.

Europas größter Zedernwald

Am nächsten Tag ging es zu dem Ockerfelsen von Rustrel in der Provence. Im regionalen Naturpark befinden sich die weltbekannten Ockerberge der Provence. Je nach Tageszeit erstrahlen Sie in den unterschiedlichsten rot, gelb und orange Tönen mit einer beeindruckenden Farbintensität. Der Kontrast zum blauen Himmel und der grünen Vegetation unterstreicht diese Farbenvielfalt. In diesem Gebiet wird wie der Name schon sagt die Farbe Ocker abgebaut und hergestellt. Es ist eines der letzten vorkommen Europas und die Farbe ist einer der beliebtesten der Künstler der Welt. Die Jugendlichen und Betreuer konnten bei ihrer einstündigen Wanderung über die Felsen allerhand erfahren bevor es Mittags ein Picknick mitten in Europas größtem Zedernwald gab.

Die Provence ist nicht nur bekannt für ihre Melonen und Wein, sondern auch für Lavendel. In der Lavendeldestillerie  LES AGNELS in Apt. Die Betreiberfamilie lud die Jugendlichen und Betreuer ein, einer richtigen Lavendel-Destillation und der Herstellung von ätherischen Ölen und Blütenwasser beizuwohnen. Von der Pflanzung, Ernte, Weiterverarbeitung und Destillation wurden alle Schritte gezeigt und erklärt. Highlight war eine extra Destillation wo alle innerhalb von 30 min den kompletten Destillationsvorgang sehen & riechen konnten, sowie das Ernten wie vor 50 Jahren auf einem Lavendelfeld.

Bis zum Meer ist es von Cavaillon knapp eine Stunde zu fahren. In Saintes-Maries-de-la-Mer ist der Strand und die Promenade besonders schön und so wurde ein wunderschöner Strandtag bei tollem Wetter verbracht, auch wenn das Wasser des Mittelmeeres für den ein oder anderen dann doch zu kalt war, da der Wind des Mistral das warme Wasser der Bucht ins offene Meer getrieben hat.

Die historische Stadtmauer von Avignon

Avignon –  die Stadt der Päpste war das Ausflugsziel am nächsten Tag . Die Altstadt von Avignon mit ihren prächtigen, mittelalterlichen Häusern ist von einer intakten und imposanten Befestigungsmauer umgeben. Die Altstadt mit dem gotischen Papstpalast (Palais des Papes) aus dem 14. Jahrhundert, der Bischofsanlage, dem Rocher des Doms und der berühmten Brücke, der Pont Saint-Bénézet waren die Ausflugziele der Jugendfeuerwehr. Im Papstpalast konnten die Teilnehmer sich mit Tablets und Kopfhörern in die Vergangenheit zurück versetzen und viele interessante Dinge über die Geschichte des Palastes und seine Bewohner lernen. Auch die Brücke Pont d’Avignon konnte aus den Papstgärten von oben angeschaut werden. Die Brücke ist mittlerweile die Ruine einer Bogenbrücke die einen Teil des östlichen Flussarmes der Rhone überspannt. Die Brücke ist nach dem heiligen Bénézet benannt. Das Bauwerk gab Anregung für das Lied Sur le pont d’Avignon.

Viele neue Eindrücke sammelten die Teilnehmer in der abwechslungsreichen Freizeit in Frankreich. Aber auch der Austausch zwischen den beiden teilnehmenden Jugendfeuerwehren  kam nicht zu kurz und so wurden wieder viele neue Freundschaften in neuer Umgebung geschlossen.

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