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Einsatzkräfte üben den Ernstfall im GRN Betreuungszentrum

1. April 2015 | Von

Die Betreuungszentren nehmen in der großen Kreisstadt Weinheim immer mehr zu. So gibt es in Weinheim bereits jetzt knapp acht Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Tendenz steigend. Um mit den besonderen Aufgaben, bei einem Brand in so einem Gebäude bestmöglich vorbereitet zu sein, übt die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt regelmäßig in solchen Einrichtungen.

Im diesem Jahr konnte man das GRN Betreuungszentrum (Kreispflegeheim) in der Viernheimer Straße für die Übung der Abteilung Stadt gewinnen. Der Stellvertretende Abteilungskommandant Thomas Keller und Jochen Jöst hatten durch Stephan Baumann, welcher im GRN Betreuungszentrum arbeitet, die Möglichkeit in einen Bereich ohne Pflegebedürftige zu üben.

Im Verwaltungs- bzw. Untersuchungstrakt wurden mehrere Jugendliche der Jugendfeuerwehr und Dummies „versteckt“ und Mithilfe der Nebenmaschine der Gebäudeteil verraucht.

IMG_3368Um die Übung möglichst Realitätsnahe Darzustellen, wussten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Feuerwehrzentrum, nur von einer ausgelösten Brandmeldeanlage im GRN Betreuungszentrum. Da in einer Freiwilligen Feuerwehr nicht alle Fahrzeuge auf einmal ausrücken, wie es bei der Berufsfeuerwehr ist oder gar im Fernsehen dargestellt wird gingen die Fahrzeuge nach dem Alarmierungskonzept nach und nach mit wenigen Minuten Differenz in Richtung Betreuungszentrum raus.

Das erste Löchfahrzeug an der Übungsstelle ging gemäß einer regulären Brandmeldeanlage vor. So wurde erst mal an dem FIZ (Feuerwehrinformationszentrum) die Meldung gelesen und das betroffen Gebäude ausfindig gemacht. Schnell wurde klar, dass es sich um einen bestätigten Brand im hinteren Bereich handelt. Somit fuhr das erste Fahrzeug, den richtigen Bereich an, während der Gruppenführer weitere Fahrzeuge nachforderte und eine Lagemeldung abgab, dass es in einem Teil des Gebäudes IMG_3385brennen würde, mit mehreren vermissten Personen. Zur Personensuche gingen zwei Trupps des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) unter Atemschutz vor, während der dritte Trupp die Wasserversorgung aufbaute und sicherstellte. Das LF 16/12 CAFS stelle ebenso zwei Atemschutztrupps, welche einen Angriff von der gegenüberliegenden Seite des Traktes aufbauten und zur Menschensuche und Brandbekämpfung ins Gebäude gingen. Vom Einsatzleiter wurde ein Betreuungsplatz eingerichtet, somit hatte jeder Feuerwehrangehörige einen Arbeitsauftrag. Die Drehleiter ging mit dem Auftrag der Menschenrettung in Stellung. Mehrere Personen riefen aus den Fenstern um Hilfe, und wollten gerettet werden. Nach 40 Minuten konnte der letzte Trupp „Feuer schwarz“ melden und der Einsatzleitwagen „alle Personen gerettet“ an die Zentrale melden. Nach erfolgreicher Rettung und Brandbekämpfung räumten die Floriansjünger gemeinsam alles wieder auf die Fahrzeuge und trafen sich zur Einsatznachbesprechung im Feuerwehrzentrum.

Wir danken dem GRN Betreuungszentrum für die Unterstützung und das Bereitstellen der Räumlichkeiten.