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Gewitter und Starkregen sorgten für Schäden im Stadtgebiet

17. Juni 2020 | Von

Ein Unwetter am Mittwochmittag sorgte für zahlreiche Feuerwehreinsätze innerhalb kürzester Zeit

Weinheim. Das Weinheimer Stadtgebiet wurde am Mittwochmittag gegen 13 Uhr von einer Gewitterfront stark getroffen. Mehrere Menschen benötigten die Hilfe der Weinheimer Feuerwehr um den Unwetter-, Blitz- und Starkregengussschäden Herr zu werden. Um die Einsatzstellen abzuarbeiten, waren alle Weinheimer Feuerwehrabteilungen im Einsatz. Besonders von der Unwetterlage waren die Weststadt und der Ortsteil Lützelsachsen betroffen. Aber auch im Odenwald musste die Feuerwehr tätig werden. Einer der ersten Einsätze führte die Einsatzkräfte der Abteilung Rippenweier in den Bereich des Wanderparkplatz Ursenbacher Höhe zwischen Rippenweier und Ursenbach. Hier war durch den starken Regen der Hang ins Rutschen gekommen und versperrte ein Teil der Fahrbahn. Die Einsatzstelle wurde gesichert und im weiteren Verlauf an die Straßenmeisterei übergeben.

Fast gleichzeitig wurde auch die Abteilung Stadt von der Polizei in die Grundelbachstraße zu einer Wohnungsöffnung gerufen, da in der Wohnung darunter Wasser durch die Decke kam und der Wohnungsinhaber darüber nicht öffnete. Danach stiegen die Einsatzmeldungen dann rasant an und die Feuerwehr musste die Alarmstufe erhöhen, um weitere Freiwillige Feuerwehrkräfte für das hohe Einsatzaufkommen zu alarmieren. Mit Tauchpumpen, Wassersaugern und Wasserschiebern mussten die Einsatzkräfte mehrere Keller auspumpen. In der Weinheimer Weststadt traf es besonders den Friedrich-Ebert-Ring, aber auch im Forlenweg, der Leberstraße, Stettiner Straße und Multring musste Wasser gepumpt werden. Im Ortsteil Lützelsachsen waren neben der Rilkestraße, die Wallstraße, Rieslingstraße, Gewerbestraße, südliche Bergstraße, Schlossgasse und Weinheimer Straße betroffen. Auch hier waren überwiegend Keller und Garagen unter Wasser gestanden. Zu einem starken Brandgeruch ging es dann noch in den Ringweg in Lützelsachsen. Vor Ort konnte aber schnell Entwarnung gegeben werden, da es sich nicht um einen Blitzeinschlag handelte, sondern um Kaminrauch, der sich durch die Wetterlage nach unten gedrückt hatte. Auch die Auslösung der Brandmeldeanlage der Maria-Montessori-Schule in der Theodor-Heuss-Straße dürfte auf die Unwetterlage zurückzuführen. Die Einsatzstelle wurde kontrolliert und die Anlage zurückgestellt.

Während der Unwetterlage wurde die Koordination der eingesetzten Weinheimer Feuerwehrabteilungen Oberflockenbach, Rippenweier, Ritschweier, Sulzbach, Lützelsachsen-Hohensachsen und Stadt durch die Einsatzzentrale im Feuerwehrzentrum übernommen. Hier wurden die Einsätze, die der Leitstelle Rhein-Neckar gemeldet wurden, entgegengenommen und priorisiert abgearbeitet. Unterstützung bekam die Weinheimer Feuerwehr von der Werkfeuerwehr Freudenberg, die zusätzliche Wassersauger und Tauchpumpen für die Weinheimer Einsatzkräfte zur Verfügung stellten. Während immer noch Einsatzstellen abgearbeitet werden mussten, kam es gegen 18 Uhr zu einem weiteren starken Regenguss, der weitere Einsätze zur Folge hatte. So musste die Wehr gemeinsam mit dem Bauhof der Stadt Weinheim an den Landgraben ausrücken, da dort das Wasser bedrohlich hoch angestiegen war. Die Abteilung Oberflockenbach musste noch mal zum Rollenbuckel ausrücken. Dort hatte sich eine Schlammlawine ihren Weg bis zur Cestarostraße gesucht. Die Feuerwehr öffnete und reinigte die verstopften Abläufe, so dass das Wasser wieder ablaufen konnte. Um die betroffenen Anlieger vor weiteren Schäden zu schützen, wurde Sandsackbarrieren errichtet. Gegen 20 Uhr waren fast alle 60 Einsatzstellen soweit abgearbeitet, dass die Weinheimer Feuerwehr die erste größere Unwetterlage in diesem Jahr abschließen konnte.

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