„Reinhold Albrecht hat sich bewährt“
24. Oktober 2008 | Von Feuerwehr WeinheimEr soll 2009 hauptamtlicher Feuerwehrkommandant werden – Strukturuntersuchung der Wehr.Der ehrenamtlich tätige Feuerwehrkommandant soll ab 1. Januar 2009 der neue hauptamtliche Chef der 316 köpfigen F Er soll 2009 hauptamtlicher Feuerwehrkommandant werden – Strukturuntersuchung der Wehr.Der ehrenamtlich tätige Feuerwehrkommandant soll ab 1. Januar 2009 der neue hauptamtliche Chef der 316 köpfigen Freiwilligen Feuerwehr sein. Und das ohne öffentliche Stellenausschreibung, wie der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung beschloss, und Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht für das Amt vorschlug. „Die vielfältige Arbeit des Kommandanten einer Feuerwehr von der Größe Weinheims kann nicht mehr länger ehrenamtlich ausgeführt werden“, hatten zuvor ein Gutachten sowie die Strukturkommission festgestellt. Diese ist mit Abteilungskommandanten, Ortsvorstehern, Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner, Personalamtsleiter Roland Urnauer und einem Vertreter der Werksfeuerwehr Freudenberg besetzt. „Faktisch“ verfüge man mit Albrecht schon seit einigen Jahren über den hauptamtlichen Feuerwehrchef, kam die Anerkennung aus allen Fraktionen: „Albrecht hat sich in der Führung der Wehr bewährt.“ Was jetzt folge, sei die „formale Bestätigung der bisher nicht realen Situation“. Für kurzzeitige Irritationen sorgte Lützelsachsens Ortsvorsteher Berthold Gaber. Seine Nachfrage, ob es richtig sei, dass sich Albrecht bereits in einer anderen Stadt um die Stelle des Kommandanten beworben habe, wollte die Verwaltungsspitze nicht beantworten. Investitionen in Fuhrpark nötig Zuvor hatten der Umfang und der Inhalt der auf knapp 270 Seiten festgehaltenen Strukturuntersuchung der Feuerwehr insbesondere FDPStadtrat Günter Breiling erschreckt. „Eine notwendige Bestandsaufnahme, deren wesentliche Forderungen sowieso bereits umgesetzt sind.“ Erheblichen Investitionsbedarf ermittelte das Gutachten vor allem beim Fuhrpark. 17 der 37 Fahrzeuge der „roten Flotte“ haben die normal übliche Nutzungsdauer überschritten. Bis 2016 wird dies für weitere 18 Fahrzeuge zutreffen. Für die Ersatzbeschaffung sind bis zu diesem Zeitpunkt rund 2,8 Millionen Euro erforderlich. „Wir wissen, dass wir uns auf unsere Wehr verlassen können und sind auch deshalb verpflichtet, ihr das erforderliche Material zur Verfügung zu stellen“, gab es für Stefan Frank (GAL) ebenso wenig Diskussionsbedarf wie für Christa Ohligmacher. Erneute Verschiebungen würden einen Investitionsstau nach sich ziehen, so die Sprecherin der Freien Wähler. Auchwas die Standorte der Feuerwehren betrifft, ist die Lage eindeutig. Eine Zusammenlegung der Abteilung Sulzbach mit der Abteilung Stadt werde nicht weiter verfolgt, so Wolfgang Metzeltin (SPD). Die „Odenwaldwehren“ werden seit 2001 gemeinsam alarmiert. „Eine Zusammenlegung der Abteilungen scheidet aus“, stellte Holger Haring (CDU) fest. Bei deren Zusammenlegung können die vorgeschriebenen Hilfsfristen nicht mehr eingehalten werden. Die Abteilung Ritschweier allerdings ist tagsüber nicht immer einsatzfähig. Deswegen wird der Neubau der Feuerwache Ost in Oberflockenbach so angelegt, dass das Gebäude noch weitere Abteilungen aufnehmen kann. „Über eine Berufsfeuerwehr wird in Weinheim derzeit nicht diskutiert“, schaffte Haring Klarheit. Quelle Rhein Neckar Zeitung Artikel vom 24.10.2008
