Es ist fast wie ein kleines Wunder
16. September 2008 | Von Feuerwehr WeinheimMit vereinten Kräften: Oberbürgermeister Heiner Bernhard (rechts), Ortsvorsteher Kurt Weber und Architekt Constantin Görtz (links) bei der Grundsteinlegung zum Feuerwehrgerätehaus in Oberflockenbach. „Mit vereinten Kräften: Oberbürgermeister Heiner Bernhard (rechts), Ortsvorsteher Kurt Weber und Architekt Constantin Görtz (links) bei der Grundsteinlegung zum Feuerwehrgerätehaus in Oberflockenbach. Es war ein langer, oftmals steiniger Weg. Und als Ende Januar im Rahmen der Haushaltsberatungen endlich grünes Licht für den Bau eines neuen Gerätehauses für die Feuerwehr gegeben wurde, lag bereits ein langer Kampf hinter den Beteiligten. Doch das ist nun vergessen – und die Freude umso größer, wie man am Wochenende bei der Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrgebäude in Oberflockenbach bemerken konnte. Trotz Regen und Wind versammelten sich zahlreiche Gäste, darunter Abordnungen der Feuerwehren von benachbarten Gemeinden, Persönlichkeiten aus der lokalen Politik und das halbe Dorf. Noch ist auf der Baustelle nicht viel mehr zu sehen als Matsch, aufgeschüttete Erde und ein großer gelber Kran, doch das soll sich schon bald ändern. Binnen der nächsten acht Monate wird das Gebäude fertig gestellt sein; auch in den Wintermonaten ist keine Pause geplant. Noch in diesem Jahr soll der Rohbau ein Dach erhalten. Das zum Hang quergestellte, zweistöckige Hauptgebäude wird also zukünftig das erste sein, was Besucher am westlichen Ortseingang von Oberflockenbach erblicken werden. Ortsvorsteher Kurt Weber ließ zu Beginn seiner Ansprache das nervenaufreibende Tauziehen um das neue Feuerwehrhaus nochmals Revue passieren. „“Das ist ein sehr bedeutender Tag für unseren Ort““, so Weber, „“und zudem ein Zeichen für das Engagement und den Einsatz unserer Feuerwehr““. Den Ärger und die Irritationen der Vergangenheit will er nun hinter sich lassen: „“Wir haben unser Ziel erreicht, also ist es an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen““, so der langjährige Ortsvorsteher. Einen ganz ähnlichen Tenor schlug Oberbürgermeister Bernhard an, der zusammen mit Erstem Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner ebenfalls an der Feier teilnahm. „“Fachlich, politisch und auch emotional ist dies die richtige Entscheidung““, betonte er und überreichte Feuerwehrkommandant Rainer Fath den „“roten Punkt““, also die offizielle Baugenehmigung für das Vorhaben. Dem offiziellen Teil schloss sich ein Umtrunk an, der vom Sulzbacher Spielmannszug musikalisch untermalt wurde. Außerdem bestand Gelegenheit, sich bei Architekt Constantin Görtz näher über das Projekt zu informieren. „“Das Gebäude wurde als Niedrigenergiehaus konzipiert““, so der Planer, „“innerhalb der Personalräume ist eine zeitgesteuerte Aufheizung möglich, die Fahrzeughallen werden bei kühlen Temperaturen auf lediglich sieben Grad erwärmt““. Für eine optimale Energieeffizienz soll außerdem das Regenwasser genutzt und ordentliches Dämmmaterial verbaut werden. „“Das ist fast wie ein kleines Wunder““, strahlte Weber, während er sorgfältig Euromünzen, eine Tageszeitung und ein Heimatbuch in einer Kupferröhre versenkte, die anschließend unter dem Jubel der Gäste von Bernhard und Fath eingemauert wurde. „“Auf dass sich unser neues Domizil schon bald mit Geist und Leben füllt und den Anforderungen der Zukunft genügen wird““, schloss der Ortsvorsteher. Artikel Weinheimer Nachrichten vom: 15.09.2008″
