Das Wasser kennt keine Grenzen
31. Oktober 2008 | Von Feuerwehr WeinheimDas Wasser keine Grenzen kennt, kann man immer wieder feststellen. Genau wie beim Wasser ist das auch beim Retten und so überrascht es kaum, dass am Montagabend eine gemeinsame Fortbildung der DLRG We Das Wasser keine Grenzen kennt, kann man immer wieder feststellen. Genau wie beim Wasser ist das auch beim Retten und so überrascht es kaum, dass am Montagabend eine gemeinsame Fortbildung der DLRG Weinheim sowie den an den Landesgrenzen arbeitenden Feuerwehren Weinheim und Birkenau stattfand. Im Weinheimer Hallenbad stand die Wasserrettung für die Feuerwehrsanitäter auf dem Dienstplan und so hatte sich das DLRG Weinheim unter der Leitung von Kai Stauffert einiges für die Frauen und Männer der Feuerwehr überlegt. Damit man das Wissen auch in der Praxis anwenden kann, wurde mit dem eigenen Gerät geübt. Während der Stationsausbildung wurden natürlich alle Rettungsgeräte eingesetzt um bei einem gemeinsamen Einsatz auch die Handhabung dieser Geräte zu beherrschen. Priorität hatte die Rettung von verunfallten Personen aus offenem Gewässer. Hierzu wurden schwimmfähige Spineboards zu Deutsch Rettungsbretter eingesetzt, die von beiden Hilfsorganisationen genutzt werden. Dieses Hilfsmittel wird zur Rettung verunfallter Personen eingesetzt, bei denen eine Verletzung der Wirbelsäule nicht auszuschließen ist. Das die Rettung aus dem Wasser wesentlich schwieriger ist wurde den Rettern schnell klar, den im Wasser fehlt der nötige Stand und die Helfer müssen natürlich selbst über Wasser bleiben. Nach den anfänglichen Startschwierigkeiten klappte die Rettung mit dem nötigen Teamwork dann aber doch recht schnell und professionell. Das Spineboard wurde unter den Patienten geschoben und unter seinem Rücken positioniert. Mit einem Kopffixierstet und einem mehrteiligen Gurtsatz wurde er dann fixiert und war nun zum Transport aus dem Wasser bereit. Als nächste Ausbildungseinheit wurde mit der Schleifkorbtrage geübt. Hier war das Ziel die Person über eine längere Distanz sicher ans Ufer (Beckenrand) zu bringen. Ein weiterer Teil der Ausbildung diente dem Eigenschutz. Hier wurden der Feuerwehr wichtige Befreiungsgriffe gezeigt, sollten Sie im Wasser von einem Ertrinkenden beziehungsweise in Panik geratenen festgehalten werden. Außerdem wurde das Schwimmen mit Einsatzkleidung getestet, denn es ist ja nicht ausgeschlossen, dass ein Helfer während der Rettungsarbeiten ins Wasser fällt und dann muss er richtig reagieren, da ihn sonst die Einsatzkleidung, die sich wie ein Schwamm voll saugt unweigerlich nach unten ziehen würde. Der Eigenschutz stand während der ganzen Ausbildung im Vordergrund und so waren von Seiten der DLRG auch immer Übungsbeobachter am Beckenrand und mit Tauchgeräten im Wasser in Bereitschaft. Zum Abschluss gehörte dann noch der Sprung vom 3 Meter Turm sowie eine kurze Einweisung an einem Tauchgerät um mehrere Übungsringe zu bergen. Zum Schluss waren sich Manuel Schmidt von der Feuerwehr Weinheim, Lars Himmel von der Feuerwehr Birkenau und Kai Stauffert vom DLRG einig, dass die gemeinsame Ausbildung für alle Beteiligten eine gelungene Sache war. In der Praxis gibt es hier auch einige Anwendungsbeispiele, den in Weinheim gibt es nicht nur den Waidsee und die Weschnitz sondern noch einige weitere Wasserflächen. Die nächste Gemeinsame Ausbildung ist schon in Planung, dann werden die Feuerwehrsanitäter die Mitglieder der Deutschen Lebens – Rettungs- Gesellschaft zu einem Gegenbesuch einladen
