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Erster Termin 2017: Ausbildungsgruppe übt im Zirkeltraining

3. Februar 2017 | Von

Das neue Jahr hat längst begonnen und somit wurde es am Mittwoch wieder Zeit für einen Übungsabend der Ausbildungsgruppe unter der Leitung von Richard Meier.

Themen wie das korrekte Verlegen von Schlauchleitungen, ein Standard-Löschangriff oder das Stellen von Leitern klingen für die meisten Feuerwehrleute nach banaler Routine, ist aber enorm wichtig für den Einsatzerfolg. Daher startete der erste Übungsabend im Jahr mit der Wiederholung dieser Grundkenntnisse.

Bei der ersten Station wurden die Truppführeranwärter auf Ihre Effizienz beim Legen von langen Schlauchleitungen geprüft. Drei B-Schläuche mit insgesamt sechzig Metern Länge, ein Standrohr und ein Hydrantenschlüssel mussten auf die andere Seite des Hofes verlegt werden, wobei es galt, die Strecke möglichst nur ein einziges Mal zu laufen.

Angekommen bei Station zwei sollten die Teilnehmer das korrekte und sichere Anleitern üben. Eine vierteilige Steckleiter reicht mit knapp achteinhalb Metern meist bis in das zweite Obergeschoss und will richtig gestellt sein, um die Sicherheit der vorgehenden Trupps zu gewährleisten. An dieser Station wurden die jungen Einsatzkräfte speziell auf die Entnahme der Leiter vom Fahrzeug, sowie auf das richtige Stellen der Leiter an einer Hauswand geschult.

Bei Station Nummer drei war bei den Teilnehmern eine gute Grundkenntnis um das bei Feuerwehrleuten eher unbeliebte Thema „Knoten und Stiche“ gefragt. Im Feuerwehrwesen gibt es unzählige verschiedene Knoten und Stiche, die bei diversen Szenarien zum Einsatz kommen. Die Aufgabe war, Einsatzmaterial wie zum Beispiel Schlauchtragekörbe, eine Feuerwehraxt oder einen Feuerlöscher vom Erdgeschoss über die Außenwand in das erste Obergeschoss zu bringen. Dabei ließ ein Teilnehmer von der Zieletage eine dort befestigte Leine ab, woraufhin der oder die Untenstehende das Transportgut sicher mit der Feuerwehrleine zu verbinden hatte.

Die vierte und letzte Station forderte feuerwehrtechnische Grundkenntnisse bei den Einsatzkräften und Jugendlichen. Der sogenannte „Standard-Löschangriff“ wird bereits bei der Jugendfeuerwehr trainiert und ist eher ein schematisches Prozedere, das im Einsatzfall eher selten so vorkommt. Dabei geht es um die korrekten Zuweisungen von Funktionen innerhalb einer aus neun oder sechs Einsatzkräften bestehenden Gruppe oder Staffel. Wer setzt den Verteiler wo hin? Was benötige ich für einen Löschangriff? Welche Funktion übe ich aus und was sind meine Aufgaben? Diese Fragen wurden nochmals eingehend behandelt und deren Antworten mehrfach wiederholt. Zwar ist dieses „Schema F“, das in der Feuerwehrdienstvorschrift 3 (FwDV 3) geregelt ist, aufgrund der immer unterschiedlichen Situationen im Realeinsatz nur selten von Relevanz, die Routine und Grundfertigkeiten des Einzelnen werden dadurch allerdings enorm verbessert, was auch die Stressbeständigkeit im Einsatz fördert.

Nachdem alle Gerätschaften verstaut, und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit waren, trafen sich einige Teilnehmer bei einem gemütlichen Getränk in der Florianstube um die Übung nachzubesprechen oder um offene Fragen zu klären.

Der nächste Übungsabend der Ausbildungsgruppe findet am 15. Februar um 18:30 im Feuerwehrzentrum statt.

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