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Wohnhausbrand wegen Himmelslaterne? Weinheimer Wehr unterstützt Birkenau Kameraden

22. August 2011 | Von
Dachstuhlbrand in Birkenau Reisen

Dachstuhlbrand in Birkenau ReisenIm Birkenauer Ortsteil Reisen ist am Sonntagabend das Obergeschoss eines Wohnhauses ausgebrannt. Die Feuerwehr Weinheim wurde mit einem Löschzug bestehend aus Einsatzleitwagen, Drehleiter und zwei Löschfahrzeugen zur Unterstützung der Feuerwehr Birkenau angefordert. Die Polizei schätzt den Schaden auf 50 000 Euro. Menschen wurden nicht verletzt.

Die Polizei schließt nicht aus, dass das Feuer durch eine sogenannte Himmelslaterne ausgelöst wurde.

Wie es im Polizeibericht heißt, wurde um 21.22 Uhr Alarm geschlagen. Die Feuerwehr Birkenau brachte die Bewohner des Hauses Am Mühlbusch in Sicherheit. An den Löscharbeiten waren außerdem die Feuerwehren Reisen und Hornbach beteiligt. Die Feuerwehr aus der Nachbarstadt Weinheim rückte mit einem Löschzug und der Drehleiter aus. Insgesamt waren 60 Feuerwehrleute im Einsatz. Außerdem waren vorsorglich zwei Rettungswagen und ein Notarzt im Einsatz. Das Technische Hilfswerk (THW) sicherte das beschädigte Haus. Die Bewohner des Hauses konnten bei Verwandten unterkommen. Das Obergeschoss ist unbewohnbar.

Bei ersten Ermittlungen der Polizei haben sich Hinweise auf fahrlässige Brandstiftung ergeben, daher wurden die Ermittlungen durch die Kriminalpolizei aufgenommen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Feuer durch einen fliegenden Lampion, eine sogenannte Himmelslaterne, verursacht wurde. Die Polizei bittet Zeugen, die aufsteigende Partylichter zur fraglichen Zeit gesichtet haben oder von einer Veranstaltung Kenntnis haben, bei der Himmelslatern eingesetzt wurden, sich unter Telefon 06252 7060 mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.

Im Polizeibericht wird daran erinnert, dass am 11. Juli 2009 in der Altstadt von Dieburg zwei Häuser von Himmelslatern in Brand gesetzt wurden. Damals entstand Schaden von 250 000 Euro. Eine Hochzeitsgesellschaft hatte die Laternen steigen lassen. In Folge dieses Brandes wurden die bis dahin erlaubten Lampions auch in Hessen verboten. Einige Bundesländer hatten zuvor bereits ein Verbot ausgesprochen, da die Laternen immer wieder ursächlich für Brände waren.

Die Lampions bestehen meist aus Papier. Ähnlich wie bei einem Heißluftballon sorgt ein Feuer für Auftrieb. In der Luft gerät bei den Lampions die Hülle oft in Brand. Sinkt eine solche Laterne brennend zu Boden, wird sie zur unberechenbaren Gefahr.

Quelle Echo – Online / Weitere Informationen auch auf http://www.feuerwehr-birkenau.de

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