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Werkfeuerwehr Freudenberg und Weinheimer Feuerwehr arbeiten Hand in Hand

18. Februar 2019 | Von

Gemeinsame Gefahrgutübung am vergangenen Samstag bei der Firma Edison in der Gewerbestraße

Für Aufsehen sorgte am Samstagnachmittag gegen 14 Uhr ein Großaufgebot von Feuerwehr Einsatzkräften im Wendehammer der Gewerbestraße. Die Freiwillige Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt war gemeinsam mit der Werkfeuerwehr Freudenberg zu einer Gefahrgutübung angerückt. Da es für die Einsatzkräfte wichtig ist, sich immer an neue Gegebenheiten anzupassen und immer wieder wechselnde Übungsorte kennenzulernen, war man der Firma EDI.SON Energietechnik GmbH dankbar, dass diese Ihr Gelände mit Hof zu Übungszwecken zur Verfügung stellten. Um die Einsatzkräfte auf die Übungslage einzustellen, wurde das Gelände einsatzrealistisch vorbereite und die Übungslage aufgebaut. Bei Ankunft der Feuerwehr fanden die Übungsteilnehmer einen LKW mit einer orangen Warntafel und Gefahrennummer vor. Ein Staplerfahrer wollte einen Behälter vom Fahrzeug heben, war aber aufgrund eines medizinischen Notfalls bewusstlos geworden und in den Behälter gefahren. Dadurch wurde dieser undicht und die 1000 Liter flossen unkontrolliert langsam vom Lastwagen.

 

Das Übungsziel war die Abarbeitung der sogenannten GAMS-Regel. Sie ist eine Eselsbrücke für den Feuerwehreinsatzleiter und wurde vom ehemaligen Amtsleiter der Berufsfeuerwehr Graz, Otto Widetschek, 1978 als GAS-Regel aufgestellt. Über die Jahre wurde diese Regel von den Feuerwehren zur GAMS-Regel erweitert. Sie soll den Feuerwehren helfen keine wichtigen Erstmaßnahmen im Gefahrguteinsatz zu vergessen.

 

So wurden die vier Buchstaben, G wie Gefahren erkennen, A wie Absichern der Einsatzstelle, M wie Menschenrettung unter Eigenschutz, S wie Spezialkräfte nachfordern, abgearbeitet.

 

Als Spezialkräfte unterstützte die Werkfeuerwehr Freudenberg mit ihrem Wechselladerfahrzeug und dem Abrollbehälter Gefahrgut. Auf diesem sind verschiedene Gerätschaften, Pumpen, Messkomponenten und Auffangbehälter wie auch Abdichtmaterial vorhanden, um Gefahrguteinsätze abarbeiten zu können. Dieser ist so abgestimmt, dass sich dieser mit dem Abrollbehälter der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim und dem Rüstwagen bestens ergänzt.

 

Nachdem die ersten Einsatzkräfte eingetroffen waren und die Gefahr erkannt hatten, wurde ein 50 Meter Absperrbereich um den LKW festgelegt. Während sich die nachrückenden Kräfte im Wendehammer der Gewerbestraße aufstellten, führte ein erster Trupp unter Atemschutz die Erkundung und Menschenrettung durch. Parallel machten sich weitere Trupps mit Atemschutz und grünen Chemikalienschutzanzügen bereit, um die Ausbreitung des Gefahrstoffs zu verhindern.

 

Weitere Kräfte errichteten eine Dekon-Stelle, um die eingesetzten Kräfte nach ihrem Einsatz zu reinigen und bereiteten eine Geräteablage für die benötigten Materialen vor. Um dies alles besser zu koordinieren wurden durch die Einsatzleitung Abschnitte gebildet und der Funkverkehr getrennt.

 

Während die Trupps mit dem Chemikalienschutzanzug Auffangwannen aufgebaut hatten und versuchten die Leckagen abzudichten, wurde von einem weiteren Trupp der Messeinsatz vorbereitet. Hier zu musste auch die Windrichtung bestimmt werden, weshalb ein Luftsack und ein Windmesser in den Übungseinsatz gebracht wurden. Nach dem das Leck abgedichtet war, wurde der Rest aus dem Behälter in einen unbeschädigten Behälter mit einer Fasspumpe umgepumpt. Nach zwei Stunden waren alle Aufgaben abgearbeitet und der Übungseinsatz konnte beendet werden.

 

Als Fazit zogen die Übungsbeobachter, Einsatzleitung und Übungsvorbereitung ein durchweg positives Fazit. Verschiedene Erkenntnisse aus der Übung, werden in den kommenden Wochen von den Führungskräften noch mal beleuchtet und optimiert. Der neu in Dienst gestellte Abrollbehälter Gefahrgut der Werkfeuerwehr Freudenberg konnte optimal eingesetzt werden, so dass sich die Weinheimer Feuerwehren im Stadtgebiet auch bei Gefahrgutlagen ergänzen und unterstützen können.

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