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Zimmerbrand im Seniorenheim fordert 5 Leichtverletzte – Nach einer Übung am Samstag, folgte prompt der Ernstfall am Sonntag

15. April 2012 | Von
Rauchwolken aus einem Zimmer im Bodelschwingheim

Rauchwolken aus einem Zimmer im BodelschwingheimAm Samstagmittag rückte die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt zur Übung ins Seniorenheim in die Bodelschwinghstraße aus. Angenommen wurde ein Zimmerbrand, der die komplette Station verrauchte. Am Sonntagabend brannte es dann tatsächlich im Bodelschwingheim. Um 20:16 Uhr wurde die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt unter der Leitung von Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht zu einem Zimmerbrand gerufen. Nicht nur die Brandmeldeanlage hatte ausgelöst auch eine Pflegekraft die das Feuer bemerkt hatte, alarmierte die Feuerwehr. Diese rückte mit dem erweiterten Löschzug zur Einsatzstelle aus. 45 Einsatzkräfte der Feuerwehr machten sich mit dem Einsatzleitwagen, 3 Löschfahrzeuge, der Drehleiter, dem Wechsellader mit dem Abrollbehälter Betreuung und 3 Sonderfahrzeuge auf den Weg zur Einsatzstelle. Die Mitarbeiter des Bodelschwinghheim konnten die Bewohner in Sicherheit bringen.

Beim Eintreffen der Feuerwehr ging der erste Trupp der Feuerwehr unter Atemschutz mit dem ersten Rohr zur Brandbekämpfung vor. Es war ein Brand in einem Zimmer in einer geschlossenen Abteilung der Pfelgestation ausgebrochen und hatte den Flur sowie das Treppenhaus bereits verraucht. Um eine weitere Rauchausbreitung zu verhindern, wurden sogenannten mobile Rauchverschlüsse eingesetzt. Diese werden in den Türrahmen fixiert, so dass die Feuerwehr trotz geöffneter Tür in die verrauchten Räume vorgehen kann. Parallel dazu waren weiter Trupps im Einsatz, die das Gebäude nach weiteren Personen absuchten.

Es konnte aber schnell Entwarnung gegeben werden, denn Dank dem professionellen und ruhigen Einsatz des Pflegepersonal konnte alle Bewohner rechtzeitig ins Freie gebracht werden. Insgesamt mussten 23 Bewohner evakuiert werden, die von einem Großaufgebot des Rettungsdiensts betreut wurden. 2 Bewohner und 3 Pfelgekräfte wurden leicht verletzt und mussten mit Verdacht einer Rauchgasvergiftung zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. 1 Pflegekraft erlitt zu dem leichte Verbrennungen. Nach einer halben Stunde war das Feuer unter Kontrolle. Mit Lüftern wurde der Rauch aus dem Gebäude gedrückt und der geringe Wasserschaden mit Schwämmen und Wasserschiebern entfernt.

Kreisbrandmeister Peter Michels machte sich vor Ort ein Bild der Lage und stand der Einsatzleitung der Weinheimer Feuerwehr beratend zur Seite. Die Bewohner wurden während des Einsatzes in einer anderen Station untergebracht. Zum Schutz der Bewohner und der eingesetzten Kräfte war der Rettungsdienst mit 2 Notarzteinsatzfahrzeugen und 4 Rettungswagen vor Ort. Zusätzlich kam auch noch die Schnelleinsatzgruppe des DRK Kreisverband Mannheim zum Einsatz, die mit einem Gerätewagen Sanitätsdienst und weiteren 5 Fahrzeugen unter der Leitung von Bereitschaftsleiter Christoph Scherer vor Ort war.

Da es zu einer starken Rauchentwicklung gekommen war, wurde zudem die Berufsfeuerwehr Mannheim mit dem Gerätewagen Mess nachgefordert. Diese konnten schnell Entwarnung geben, da die gemessenen Stoffe unterhalb der Nachweisgrenze lagen. Nach einer abschließenden Brandnachschau mit einer Wärmebildkamera konnte die Feuerwehr den Einsatz um 23 Uhr beenden. Der Einsatz des Rettungsdiensts, der sich weiter vor Ort um die Betroffenen kümmerte, konnte um 2 Uhr abgeschlossen werden.

Die Feuerwehr Weinheim kann ein durchweg positives Fazit nach dem Einsatz ziehen. Durch das Umsichtige handeln der Belegschaft des Seniorenheims konnte größere Schaden abgewandt werden. Durch die detaillierten Informationen, die die Pfelgekraft bereits über den Notruf 112 weitergegeben hatte, wurde die Alarmstufe durch die Leitstelle Rhein Neckar sofort erhöht und die Einsatzleitung konnte den Einsatz entsprechend aufbauen. Auch die regelmäßig stattfindenden Übungen zwischen dem Seniorenheim und der Feuerwehr haben sich bewährt. So hält das Bodelschwinghheim zusätzliche mobile Rauchverschlüsse und mehrere Brandfluchthauben vor, die die Feuerwehr einsetzen kann. Bei Ankunft der Feuerwehr, gaben die Pfelegekräfte einen ersten Überblick über Schadensausmaß und Betroffene und führten die Feuerwehr auf dem schnellsten Weg zur Brandstelle. Die Brandermittler der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Einsatzkurzbericht

Bildergalerie (Danke an Ralph Urbach – local4you für das Bildmaterial)

Einsatzvideo von PR-Video