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Bevölkerungsschutz baut Wallburg – neues Ausbildungszentrum entsteht in Weinheim

1. April 2013 | Von
Höhe 304

Höhe 304Auf diesem Gelände (Bild) soll zukünftig die Wallburg aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen. 2019 werden sich Weinheims Gemeinderäte mal wieder über den Namen dieser Stadt Gedanken machen müssen. Denn die Zweiburgenstadt wird dann neben Wachenburg und Windeck eine weitere Burg gebaut haben.

Die Osterüberraschung ist den Verantwortlichen der Stadt gelungen, die am Ostermontag um 9 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Weinheimer Rathaus zu einem Pressegespräch eingeladen hatten und erste Details zu einem großen städtebaulichen relevanten Bauvorhaben der Öffentlichkeit bekannt gaben.

Entscheidung für Weinheim

Bereits vor zwei Jahren war Weinheim in die engere Auswahl für eine Ausbildungs- und Tagungsstätte des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gekommen. Aufgrund seiner Lage setzte sich Weinheim gegen, die Städte Ulm, Leipzig, Nordhorn und Siegburg durch. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz plant ein internationales Ausbildungs- und Tagungszentrum mit repräsentativem Charakter. Durch die gute Anbindung zu den Flughäfen Stuttgart und Frankfurt konnte Weinheim punkten. Ein weiterer Vorteil ist die gute Infrastruktur der Metropolregion Rhein Neckar und die flächendeckende Abdeckung aller Hilfsorganisationen. Die Entscheidung für Weinheim, fiel aber auch, aufgrund der sicheren Finanzierung des ehrgeizigen Projekts. Denn nicht nur das Bundesamt für Bevölkerungsschutz beteiligt sich an dem aufwendigen Projekt, auch das Bundesamt für Denkmalschutz wird Gelder zur Verfügung stellen. Denn diese wollen die in Weinheim schon fast vergessene Wallburg wieder aufbauen.

Wallburg wird wieder aufgebaut

Blick auf die WindeckDie frühere Befestigungs- und kleine Wehranlage, die aus vorgeschichtlicher und frühmittelalterlicher Zeit stammt, ist heute nur noch als Grundmauer sichtbar. Die weithin unbekannte „Wallburg“ findet man auf halbem Weg gelegen zwischen den beiden Wahrzeichen Windeck und Wachenburg. Kaum jemand weiß von diesen Resten einer frühen Burganlage. Man kann sie auf den ersten Blick auch kaum erkennen, vieles ist verwittert, zusammengefallen oder einfach wieder abgebaut worden. Allerdings: Erhalten geblieben ist eine eiförmige Anlage von etwa 30 mal 50 Meter, ein Ringgraben, der bis zu vier Meter tief liegt und ein davor liegender Wall.

Weinheimer Feuerwehr kann Ausbildungszentrum nutzen

Zufahrt zur Höhe 304Diese Grundmauern sollen genutzt werden und die Burg wieder aufgebaut werden. Ein zweistelliges Millionenprojekt das auf der „Höhe 304“ entstehen soll. In den neuen Räumen werden Tagungen möglich sein und die Gäste aus Nah und Fern werden den Blick in die Rheinebene genießen können. Um die zukünftige Burganlage zu erreichen wird die Stadt Weinheim die 350 Meter Waldweg von der Wachenbergstraße zur Wallburg zweispurig ausbauen und die Erschließungskosten tragen. Im Gegenzug kann die Weinheimer Feuerwehr zukünftig das Ausbildungszentrum nutzen.

Spatenstich Frühjahr 2014

Seit Oktober beschäftigt sich ein Architekturbüro aus Bonn, wo der Sitz des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit dem Bauprojekt und ist mit dem Zeitplan recht zuversichtlich. Bereits im Oktober 2013 sollen Rohdungs und Erschließungsarbeiten durchgeführt werden, damit im Frühjahr 2014 der Spatenstich erfolgen kann. Für den Bau der Anlage sind fünf Jahre vorgesehen, so dass im Sommer 2019 das Ausbildungs- und Tagungszentrum eröffnet werden kann. Ob Weinheim dann aber den Namen zur „Dreiburgenstadt“ ändert – wird wohl noch einiges an Gesprächsstoff im Gemeinderat bieten.

Bildergalerie zu dem zukünftigen Standort des Ausbildungs- und Tagungszentrum.