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Am Freitagabend war’s „phasenweise“ kritisch

15. August 2011 | Von
Sicherheitswache am Kerwesamstag

Sicherheitswache am KerwesamstagStadtbrandmeister Reinhold Albrecht bereitete der Besucherandrang einiges Kopfzerbrechen – Feuerwehr wurde beklaut! Feuerwehr, Ordnungsamt, Polizei und Rotes Kreuz hielten am Wochenende im „Alten Rathaus“ Wache. Die meisten Weinheimer feierten am Wochenende. Einige aber mussten arbeiten – und taten dies auch noch freiwillig.

Die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr zum Beispiel. Gemeinsam mit der Polizei, den Mitarbeitern des Ordnungsamts und den Sanitätern des Deutschen Roten Kreuz hatten die Floriansjünger zum zweiten Mal im „Alten Rathaus“ – also mitten im Kerwe- Getümmel – Stellung bezogen. Aus gutem Grund, schließlich ist das neue Feuerwehrzentrum in der Bensheimer Straße einfach zu weit weg vom Trubel. „Der Standort hat sich bewährt“, berichtete Pressesprecher Ralf Mittelbach bei der RNZ-Stippvisite. Bewährt hat sich auch, dass Kameraden aus allen Stadtteilen im Einsatz sind. Die Innenstadtabteilung könne die Brandwache bei der Kerwe allein gar nicht meistern, erläuterte Mittelbach. Am Samstagabendhielten sechsMannaus der Abteilung Lützelsachsen/Hohensachsen um ihren stellvertretenden Kommandanten Patrick Schumacher Wache, zusätzlich waren drei Brandschützer wegen der Schlosspark-Illumination im Einsatz. Direkt vor Ort: Kurz nach 20 Uhr war’s ruhig, die Floriansjünger konnten beruhigt vom Balkon aus das muntere Treiben auf dem Markplatz verfolgen. Noch standen da die Menschen nicht allzu dicht gedrängt. Für die Polizei, die mit einem guten Dutzend Beamten im Einsatz war, hätte das auch so bleiben können. „Uns kann es nicht ruhig genug sein“, lächelte eine Polizistin. Auf Schnapsleichen und wild um sich schlagende Gäste, seit Jahren unschöne Begleitumstände der Kerwe, konnte die Beamtin gerne verzichten. Nicht ganz ruhig ging es am Freitagabend zu, wie Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht berichtete. „Phasenweise“, so Weinheims oberster Brandschützer, sei die Brandsicherheit nicht mehr zu gewährleisten gewesen. So groß sei der Besucheransturm gewesen. Albrecht untermauerte seine Analyse mit Zahlen. Pro Quadratmeter hatte die Feuerwehr vier bis fünf Gäste gezählt. Für einen Freitagabend seien, so der Stadtbrandmeister, zweieinhalb bis drei normal. Albrecht kündigte daher an, dass es im nächsten Jahr zwei weitere Standorte geben wird. Voraussichtlich im Schlosspark und in der Nähe des „Neuen Burgenviertels“. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Floriansjünger im Ernstfall zügig den Einsatzort erreichen können. Trotz der Menschenmassen in der Altstadt. Apropos Menschen: Einige unliebsame Zeitgenossen machten sich am Freitagabend übrigens an den Feuerwehrautos zu schaffen. In der Vergangenheit wurden schon mal die Reifen zerstochen, dieses Mal ließen Langfinger Ausrüstungsgegenstände mitgehen. „Das ist kein dummer Bubenstreich“, ärgerte sich Albrecht.

Quelle Rhein Neckar Zeitung – Lutz Engert – vom 15.08.2011 / Foto Kreutzer