Alarmton erreicht bald alle Zimmer
22. März 2012 | Von Feuerwehr Weinheim
Die Pestalozzischule bekommt eine neue Brandmeldeanlage. Bis zu den Pfingstferien soll alles erledigt sein, ein entsprechender Auftrag vergab der Technische Ausschuss in der vergangenen Woche (wir haben berichtet). Bis dahin ist gewährleistet, dass im Notfall das Alarmsignal überall in der Schule zu hören ist.
Dafür wird das Alarmsignal auf die so genannte ELA-Anlage aufgeschaltet. Unter einer ELA-Anlage versteht man eine elektroakustische Anlage (ELA), also eine gängige Lautsprecheranlage wie sie in jeder Schule zu finden ist. Bei einem Probealarm wurde seinerzeit festgestellt, dass das Alarmsignal der Brandmeldeanlage nicht in allen Klassenräumen zu hören ist. Genau genommen wurde der Erneuerungsbedarf für die Brandmeldeanlage im November 2010 bei einer routinemäßigen Brandschutzbegehung mit Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht festgestellt, wie die Pressestelle der Stadt Weinheim auf Anfrage mitteilte.
Vorher wurde der Sicherheitsmangel nicht entdeckt, auch nicht im Rahmen der großen Schulsanierung zum 100-jährigen Jubiläum vor vier Jahren. Diese Arbeiten bezogen sich nach Auskunft der Verwaltung nur auf Fassade und Bausubstanz, aber nicht auf die technische Ausstattung. In dem Prüfbericht von vor zwei Jahren steht: „Die Pestalozzi-Schule verfügt über eine funktionstüchtige Brandmelde- und ELA-Anlage aus dem Jahr 1983, an die allerdings die Turnhallen nicht angeschlossen sind. Das Alarmsignal der Brandmeldeanlage kann nicht beziehungsweise nur teilweise über die ELA-Anlage signalisiert werden. Ein Umbau der vorhanden Anlage ist nicht möglich.“
Damit war also klar, dass eine neue Anlage eingebaut werden muss. Berücksichtigt wurde dabei auch das Thema „Amok“, bei dem es mittlerweile Vorschrift ist, dass die akustische Anlage und die Brandmeldeanlage von einander getrennt sind. Der Hintergrund: Die Amokwarnung ist eine Sprachwarnung, die Brandwarnung ein Warnton. Und beides darf nicht miteinander verwechselt werden. Mit der neuen Anlage, die der Technische Ausschuss bewilligt hat und die rund 95 500 Euro kosten wird, sind alle Räume, auch die Turnhallen, angeschlossen. Die Maßnahme soll so schnell wie möglich umgesetzt werden, spätestens bis zu den Pfingstferien muss alles erledigt sein. So lange läuft die Übergangszeit, danach müssen zwei getrennte Anlagen in Betrieb sein. sf
Artikel Weinheimer Nachrichten vom: 21.03.2012
