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Wohnungsbrand im Hainbuchenweg

19. Juni 2022 | Von

Am späten Freitagabend kam es im Hainbuchenweg zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand. Mehrere Personen mussten aus dem Haus und einer Gaststätte in Sicherheit gebracht werden. Aller Weinheimer Feuerwehrabteilungen waren im Einsatz.

Weinheim. Am späten Freitagabend wurden die Freiwillige Feuerwehr Weinheim kurz vor 23 Uhr zu einem Wohnungsbrand in den Hainbuchenweg gerufen. In dem Mehrfamilienhaus mit einer Gaststätte war es aus bisher ungeklärter Ursache zu einem Feuer gekommen. Bei Ankunft der Feuerwehrabteilungen Stadt, Lützelsachsen-Hohensachsen und Sulzbach konnte bereits eine starke Rauchentwicklung festgestellt werden. Aufgrund zahlreicher Besucher der Gaststätte, Bewohner und Passanten konnte zunächst nicht sicher geklärt werden, dass bereits alle Personen das Gebäude verlassen hatten. Daher wurde neben der Brandbekämpfung auch die Personenrettung und Evakuierung aus dem Gebäude mit mehreren Trupps unter Atemschutz gestartet. Parallel dazu stellten die Einsatzkräfte die Wasserversorgung über das Hydrantennetz sicher. Im Gebäude konnten noch mehrere Bewohner angetroffen werden, die mit der Feuerwehr in Freie begleitet werden konnten. Insgesamt konnten 8 Bewohner und zahlreiche Gaststättenbesucher in Sicherheit gebracht werden. Eine Person musste mit Verdacht einer Rauchvergiftung nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Sie konnte das Krankenhaus aber noch in der Nacht auf Samstag wieder verlassen.

Während die Feuerwehr ihren Einsatz und ihre Gerätschaften um das Brandobjekt weiter aufbauten, wurde die Drehleiter in Stellung gebrachte. Die Einsatzleitung ließ die Einsatzstelle großflächig ausleuchteten, um ein sicheres Arbeiten zu gewährleisten und legte einen Bereitstellungsraum für nachrückende Feuerwehr- und Rettungsdienstkräfte an der Markus Kirche fest. Parallel dazu kämpften der Angriffstrupp in der Brandwohnung gegen die Flammen. Der Brand war sehr ausgedehnt und die Temperaturen so heiß, dass die Einsatzkräfte es zunächst sehr schwer hatten den Brand unter Kontrolle zu bringen. Zur besseren Sicht für den eingesetzten Trupp wurde mit einem Lüfter der dicke schwarze Brandrauch aus dem Gebäude gedrückt. Auf der Rückseite des Gebäudes bauten weitere Feuerwehrangehörige eine sogenannte Riegelstellung auf, um mit einem weiteren Löschangriff das Nachbargebäude zu schützen und die Brandausbreitung auf die darüberliegende Wohnung und das Dach zu verhindern. Das Feuer hatte sich bereits an der Fassade hineingefressen und auch die Fenster der Wohnung im 1. OG zum Platzen gebracht. Durch den gezielten Löschangriff konnte aber auch hier der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Gegen Mitternacht hatte die Feuerwehr den Brand im Griff und konnte sich auf die umfangreichen Nachlöscharbeiten konzentrieren.

Zur Unterstützung der Feuerwehr rückten auch die Stadtwerke an. Sie stellten Strom, Gas und Wasser ab, damit davon keine Gefahr mehr ausging. Trotz aller Bemühungen kam für eine Katze jede Hilfe zu spät. Diese konnte nur noch tot in der Brandwohnung aufgefunden werden. Zur Unterstützung der eingesetzten Abteilungen wurden auch die Odenwald Abteilungen Oberflockenbach, Rippenweier und Ritschweier alarmiert. Während die Abteilung Rippenweier die Brandwache und Brandnachschau übernahm, stellten Ritschweier und Oberflockenbach mit der restlichen Einsatzmannschaft auf Bereitschaft der Abteilung Stadt im Feuerwehrzentrum den Grundschutz für das Stadtgebiet sicher. Zum Schutz der Einsatzkräfte war während des Einsatzverlaufs bis zum Einsatzende gegen 3:30 Uhr ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuz eingesetzt.

Neben den Löscharbeiten kümmerten sich die Feuerwehreinsatzkräfte auch um die Betreuung der betroffenen Bewohner und kümmerte sich um eine Notunterbringung in einem Weinheimer Hotel. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte kümmerten sich noch in der Nacht darum, die Einsatzfahrzeuge wieder zu bestücken, um für mögliche weitere Einsätze gerüstet zu sein. Zum Schutz der Atemschutzgeräteträger, die durch den Brandrauch kontaminiert waren, wurde auch der Abrollbehälter Atemschutz eingesetzt. Hier wurden nicht nur die benutzten Atemschutzgeräte und Masken zurückgenommen und für den sicheren Abtransport vorbereitet, sondern es gab auch Wechselkleidung für die Einsatzkräfte. Im Zuge der Amtshilfe für die Polizei wurde das Gebäude noch mit Unterstützung des Baubetriebshof der Stadt Weinheim gesichert. Dazu wurden Bauzäune aufgestellt und die offenen Fenster mit Planen gesichert. Gegen 4 Uhr konnte der Einsatz komplett beendet werden. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf circa 100000 Euro. Da das Haus zurzeit unbewohnbar ist, hat sich die Stadt Weinheim um eine Notunterkunft für die betroffenen Personen gekümmert.