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Schlösser knacken muss man lernen

2. Dezember 2010 | Von
Türöffnungsseminar in Rippenweier

Türöffnungsseminar in RippenweierZu durchschnittlich drei bis vier Wohnungsöffnungen wird die Feuerwehr Weinheim im Monat gerufen. Immer wieder kommt es vor, dass Polizei und Rettungsdienst vor verschlossenen Wohnungstüren stehen und in der Wohnung eine hilflose Person vermutet wird. In dieser Situation heißt es, sich schnell einen Zugang zu verschaffen. Doch gerade heutzutage ist es mit einem beherzten Tritt gegen die hochmoderne Sicherheitstür nicht getan.

Daher wird meistens die Feuerwehr gerufen, die mit Spezialwerkzeug die Tür innerhalb kürzester Zeit öffnen kann. Die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt hat das Türöffnungswerkzeug im Feuerwehrzentrum vorgehalten. So übernahm die Abteilung Stadt in den letzten Jahren die Türöffnungen im ganzen Stadtgebiet. Allerdings dauerte es doch recht lange, bis man in den Odenwaldortsteilen Rippenweier und Oberflockenbach war. Daher entschied sich die Feuerwehrführung, einen zweiten Türöffnungssatz zu beschaffen und diesen in Oberflockenbach zu stationieren. Nachdem nun fast alle Feuerwehrangehörigen der Abteilung Oberflockenbach geschult wurden, fand dieser Tage erneut ein Seminar statt, bei dem auch die Feuerwehrangehörigen aus Ritschweier und Rippenweier geschult werden konnten. Das Seminar mit dem Thema „Notfallmäßiges Öffnen von Schlössern, Türen, Fenstern für den Anwendungsbereich Feuerwehr“ fand im Feuerwehrgerätehaus Rippenweier statt, und wurde Ausbildern der Feuerwehr Hofheim im Taunus durchgeführt. Nach dem theoretischen Teil zum Knacken von Türen, Schlössern, Fenstern wurden dann alle Methoden auch einmal in der Praxis erprobt. Wer jetzt jedoch denkt, die Feuerwehr sei die kostenlose Alternative zum Schlüsseldienst, liegt falsch. Nur in Zusammenarbeit mit der Polizei oder bei akuten Notfällen schreiten die freiwilligen Helfer zur Tat. Und gerade in Gefahrensituationen werden die Türen meist wenig schonend mit Gerätschaften bearbeitet um schnell Hilfe leisten zu können. Durch die Ausbildung wurde nun der komplette Ausrückebereich 5 im Umgang mit Türöffnungen geschult. Dadurch erhoffen sich die Verantwortlichen der Odenwaldabteilungen, dass zu jeder Tages und Nachtzeit ausgebildete Kräfte für diese Einsatzform zur Verfügung stehen.

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