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Strömungsretter der DLRG werden im Feuerwehrzentrum Weinheim ausgebildet

22. Oktober 2010 | Von
DLRG Weinheim bildet Stömungsretter im Feuerwehrzentrum aus

DLRG Weinheim bildet Stömungsretter im Feuerwehrzentrum ausDie DLRG Weinheim bildet in den vergangen Wochen einen Teil ihrer Mannschaft zu Strömungsrettern aus. Zu dieser Ausbildung gehört auch das Abseilen an einem Turm und eine ordentliche Ausbildungsmöglichkeiten. Hier unterstützte die Feuerwehr Weinheim gerne die DLRG Weinheim bei der Ausbildung, in dem sie Räumlichkeiten für die Ausbildung sowie den Schlauchturm für die Abseilübungen zur Verfügung stellte. Bei schönem Wetter haben die Weinheimer Lebensretter der DLRG wieder einen Ausbildungsgang erfolgreich abgeschlossen. Acht Helfer dürfen jetzt als Strömungsretter im Rettungswesen und Katastrophenschutz eingesetzt werden.

 

Hierbei handelt es sich nicht um eine Ausbildung, die nur für stark strömende Gewässer gedacht ist, sondern in diesem Kurs werden Techniken vermittelt, die sich aus dem Verhalten in stark strömenden Gewässern entwickelt haben. Auch das richtige Verhalten an fließenden Gewässern bei Einsätzen wurde unter dem Aspekt der Eigensicherung ausgiebig geübt. Doch immer noch stellt sich natürlich die Frage, warum gerade für die Weinheimer Wasserretter? Die Antwort ist schnell gefunden, denn aufgrund der demografischen Entwicklung, die mittlerweile auch ein Problem innerhalb des überregional organisierten Wasserrettungsdienst (kurz WRD), darstellt, werden auch für die Weinheimer Gruppe vermehrt Aufgaben in anderen Bereichen zukommen. Des weiteren kann man nun diese Gruppe auch für die Absicherung von Feuerwehr und Rettungsdienstpersonal bei Arbeiten am Wasser, an Steilhängen oder schwer zugänglichen Stellen einsetzen.

Mit Andreas Tamme konnte man einen sehr ruhigen und versierten Ausbilder für den Fachbereich Strömungsrettung aus dem Bundespräsidium nach Weinheim holen. Was mit einem milden Lächeln auf den Lippen des Ausbilders und der Azubis noch zu Kursbeginn im Feuerwehrzentrum in der Bensheimer Straße begann, stellte sich sehr bald als eine echte Herausforderung an Mensch und Material heraus. Nachdem am Freitagabend bis spät in die Nacht mit verschiedenen theoretischen Hintergründen und Materialkunde beschäftigt war, ging es am Samstagmorgen um acht Uhr früh bereits wieder weiter.

 

Als es dann so richtig hell geworden war, begann man mit ersten Übungen am Schlauchturm der Feuerwehr, bis man sich schließlich aus schwindelerregender Höhe des obersten Stockwerks abseilte. „Einfach ist es nicht und es kostet am Anfang schon etwas Überwindung, wenn man über das sichere Geländer des Turmes steigt, um sich dann unter fachkundiger Anleitung an zwei Seilen in die Tiefe abzuseilen“, so ein Kursteilnehmer über diesen Übungsteil. Am Nachmittag wechselte die Gruppe dann das Ausbildungsrevier und führte auf der Wiese an der Rettungswache Oskar Mayer diverse Übungen mit einem Leinenwurfsack und sonstigen Sicherungsleinen als Vorübung für den darauf folgenden nächsten Tag.

 

Am Sonntag war es dann so weit. Mit frisch erlernten Wissen fuhr man nach Ilvesheim an den alten Neckar. Hier fand man einen idealen Abschnitt des Flusses, den man als Ausbildungsgewässer nutzen konnte. Obwohl das Wasser nur hüfthoch war, gelang es keinem der Kursteilnehmer, diesen Flussabschnitt sicher zu queren. Man befand sich noch nicht allzu weit vom Ufer weg und schon verlor man den sicheren Stand, sei es aufgrund der Fließgeschwindigkeit oder des glitschigen Untergrundes des Neckars. Das hatte keiner der Azubis gedacht und man war sehr überrascht. Doch auch das Abseilen von einer annähernd 20 Meter hohen Brücke wurde ohne Probleme gemeistert, kein Wunder bei dem Training des Vortages. „Dies war der beste Lehrgang, den wir hier durchgeführt haben und einer der interessantesten auf jeden Fall“, beschrieb der Weinheimer Einsatzleiter Martin Thiel diesen Lehrgang und ist sich damit sicher, dass im nächsten Jahr wieder ein solcher Lehrgang stattfinden wird.

 

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Artikel Weinheimer Nachrichten vom: 21.10.2010