Neujahr 2017
1. Januar 2017 | Von Ralf Mittelbach
Liebe Besucher unserer Internetseite,
wir wünschen Ihnen und Ihren Familien einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ganz besonders möchten wir uns bei unseren 280 aktiven Feuerwehrangehörigen bedanken, die bei ihren Familien und Freunden den Start ins Jahr 2017 verbrachten. Während viele das neue Jahr ausgelassen feiern, hielten Sie sich bereit um ihnen bei einem Notfall zu helfen. Auch in der Neujahrsnacht und dem heutigen Feiertag, sind wir im Einsatzfall für Sie, wie auch an jedem anderen Tag des Jahres da.
Das Jahr 2016 wird uns auch wieder in Erinnerung bleiben. Das liegt vor allem an den vielen Bildern die wir Dank unseren fotografierenden Feuerwehrangehörigen archiviert haben. Das Jahr bleibt aber auch in Erinnerung, weil es viele Einsätze gab, bei denen unseren Feuerwehrangehörigen viel abverlangt wurde. Auch dieses Jahr verletzten sich im Einsatzdienst Feuerwehrangehörige. Glücklicherweise, ging es immer sehr glimpflich aus und keiner wird bleibende Schäden davon tragen. Die Einsatzzahlen sind wie auch in den letzten Jahren sehr hoch und auch in diesem Jahr wurden viele Menschen gerettet. Für einige kam aber, trotz unseres schnellen Eingreifens jede Hilfe zu spät. Hier wird uns und auch vielen Angehörigen von Unfallopfern die PSNV Einheit (psychosoziale Notfallversorgung) besser als Notfallseelsorger bekannt, als Zuhörer, Tröster und unverzichtbarer Partner im Gedächtnis bleiben.
Vieles archiviert durch Günther Eberle
Aber nicht nur an Einsätze werden wir uns erinnern – dafür sorgt auch dieses Jahr wieder Günther Eberle, unser Archivar, der alle Meldungen rund um die Weinheimer Feuerwehr 2016 gesammelt hat.
In seinem Archiv werden wir Berichte über den Großbrand bei der Firma Naturin-Viscofan lesen, über einem ausgefallenen Fastnachtshaufen und über die Führungswechsel in den Abteilungen Lützelsachsen-Hohensachsen und Sulzbach. Das Jahr 2016 bleibt aber auch in Erinnerung, da hier der Feuerwehrausschuss eine neue Feuerwehrsatzung beschlossen und erste Maßnahmen des 2015 beschlossen Feuerwehrbedarfsplan, der für die kommenden 5 Jahre die Richtung vorgeben soll, umgesetzt wurden. Innovativ gedacht und umgesetzt ist auch der Grundlehrgang des Ausrückebereich 5, durch diesen vier Feuerwehrfrauen die Möglichkeit gegeben wurde, außerhalb der normalen Samstagstermine die Ausbildung durchzuführen. Der Arbeitskreis Technik bestehend aus Mitgliedern aller Abteilungen hat ein neues Atemschutzüberwachungssystem auf den Weg gebracht, das ab Januar 2017 in Dienst gehen soll und unter der Federführung von Andreas Flößer konnte ein neues Verwaltungsprogramm, mit Hilfe einer Arbeitsgruppe mit Mitgliedern der Abteilungen vorangetrieben werden. Auch dieses soll 2017 nach einer Testphase in Dienst gehen und allen Nutzern der Abteilungen zur Verfügung stehen.
Neue Bildergalerie & Neue Fahrzeug für die Bürger der Stadt
2016 hat auch für Veränderung auf unserer Internetseite gesorgt. Die Gruppe rund um die Öffentlichkeitsarbeit hat www.ffw112.de wieder gestaltet und auch wieder viel im Hintergrund gewirkt. So konnte in den letzten Wochen die neue Bildergalerie nach einem Testbetrieb in Dienst genommen werden. Bei der Abteilung Stadt wurde für den Schutz der Bürger neue Fahrzeuge in Dienst gestellt. Ein Gerätewagen Licht und ein Gerätewagen Transport. Damit ist gewährleistet, dass die Einsatzkräfte auch in Zukunft das notwendig und der Zeit entsprechende Arbeitsgerät haben um den Menschen dieser Stadt aus ihren Notlagen zu helfen. Auch gesellige Momente bleiben aus dem Jahr 2016 in Erinnerung. So werden sich viele gerne an das traditionell stattfindende Schlachtfest der Abteilung Lützelsachsen-Hohensachsen und das Theaterstück des Fördervereins der Abteilung Rippenweier erinnern. Einen schönen Familienabend verbrachten die Feuerwehrangehörigen aller Abteilungen beim Familienfest in der „Wache Süd“, den die Kameradinnen und Kameraden der Abteilung Lützelsachsen-Hohensachsen ausrichteten. Das Tanzbein konnte beim Feuerwehrball in Sulzbach geschwungen werden und in Oberflockenbach und Rippenweier veranstaltet die Jugendfeuerwehr ihren Fastnachtshaufen. Dieses Jahr allerdings verspätet, da das Wetter so miserabel war, dass die Veranstalter keine andere Möglichkeit hatten, einen neuen Termin zu finden.
Neue Jugendfeuerwehr Führung & Pfingstzeltlager in Sulzbach – Altersmannschaft und Fördervereine
Für den Feuerwehrnachwuchs wird das Jahr auch in Erinnerung bleiben und das liegt nicht nur an der traditionellen Christbaum Sammelaktion der Abteilungen. Sondern auch an der neuen Jugendführung. David Kunerth löste Markus Schäfer an der Spitze als Stadtjugendfeuerwehrwart ab, der ihn als Stellvertreter weiter unterstützen wird. Neu ist, das noch eine weitere Stellvertreter Stelle dazu gekommen ist, die Claudia Fath übernommen hat. Die Feuerwehrangehörigen der Abteilung Sulzbach veranstaltet das Pfingstzeltlager auf dem Sportplatz in Sulzbach – was allen Teilnehmern in schöner Erinnerung bleiben wird. Für sauber Fahrzeuge sorgte die Autoputzaktion der Jugendfeuerwehr Oberflockenbach, die auch wieder gut ankam. Generell ist die Jugendfeuerwehr ein Garant für Geselligkeit in Weinheim. So beteiligte sich die Jugendfeuerwehr in Sulzbach am Lärmfeuer auf dem Hirschkopf, die Jugendfeuerwehr Stadt an der Osterwiese im Schlosspark, die Jugendfeuerwehr Lützelsachsen-Hohensachsen brachte den Nikolaus zur Freude vieler Kinder ins Gerätehaus und alle Jugendfeuerwehren sorgten für die Illumination an der Weinheimer Kerwe. An der Spitze der Alters- und Ehrenabteilung der Abteilung Stadt gab es Veränderung. Nachdem Wilhelm Bausch krankheitsbedingt kürzertreten musste, übernahm Walter Wolf die Führung der Altersmannschaft, gemeinsam mit Gerhard Kautz, der ihm als Stellvertreter zur Seite steht. Auch die Fördervereine der Abteilungen waren 2016 wieder sehr aktiv. In Weinheim beteiligte sich der Förderverein am Weststadtfest mit der Einsatzabteilung und in Rippenweier wurde wieder die Theateraufführung im Januar organisiert. Dass die Feuerwehr Oberflockenbach einen Hohen Stellenwert innerhalb der Bürger hat, wurde bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Abteilung deutlich. In seinem Rechenschaftsbericht konnte Vorsitzender Reiner Fath der Versammlung mitteilen, dass der Verein auf ein neues Hoch im auf nun 153 Mitglieder angewachsen ist. Mit der Mitgliedschaft in den Fördervereinen der Abteilungen zeigen die Menschen, ihre Verbundenheit zu ihrer Freiwilligen Feuerwehr und deren Mitglieder, die Tag und Nacht ehrenamtlich zur Verfügung stehen.
Wichtige Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen und den Feuerwehren der Region
Die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen wurde auch 2016 wieder ausgebaut. Das Deutsche Rote Kreuz Weinheim unterstützte die Ausbildungen der Einsatzkräfte, wie auch die Johanniter Unfallhilfe. Auch zu den Einheiten der DLRG und des Technischen Hilfswerks wurden gemeinsame Veranstaltungen besucht und man unterstützte sich wo es möglich war. Unterkreisführer Patrick Janowski koordinierte auch dieses Jahr wieder die Zusammenarbeit der Feuerwehren des Unterkreises, zu denen neben Weinheim, Hemsbach, Hirschberg, Laudenbach sowie die beiden Werkfeuerwehren Naturin und Freudenberg gehören. Die Weinheimer Feuerwehr konnte auch dieses Jahr wieder überörtlich bei Einsätzen unterstützen. Gerade in der direkten Nachbarschaft zum Bundesland Hessen, werden der Scheunenbrand in Birkenau, der Dachstuhlbrand im Goxheimertal sowie der Chemieunfall in Viernheim und der Brand im Sonnenstudio nicht vergessen werden. Wie wichtig die gemeinsamen Aus- und Fortbildungen hierbei sind, damit es auch bei Einsätzen klappt, wurde hier wieder mehr als deutlich. Daher veranstaltet die Weinheimer Feuerwehr auch dieses Jahr wieder ein Führungsseminar, dass die Abteilung Lützelsachsen-Hohensachsen ausrichtete. Hier konnten wieder viele Nachbarfeuerwehren und Hilfsorganisationen begrüßt werden. Zusammenarbeit fängt aber schon bei der Grundausbildung und den weiteren Lehrgängen an. Daher bewerte sich auch dieses Jahr wieder die gemeinsame Ausbildung der Feuerwehrangehörigen des Unterkreises. Dass es für die Feuerwehr keine Grenzen und Entfernungen mehr gibt und man s die Feuerwehren des Kreises als verlässliche Partner zur Seite hat, machte der Großbrand der Firma Naturin deutlich. Hier kamen Einsatzkräfte vom weit entfernten Neckargemünd, Eberbach, Wiesloch und dem Kraichgau zur Unterstützung. Die Werkfeuerwehr Naturin und die Firmenleitung Naturin Viscofan haben sich hier auch noch mal bei allen bedankt. Ohne die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehren wäre der Schaden deutlich größer gewesen.
Heißausbildung & Helfer vor Ort – neues Mitglied
Dass die Feuerwehr einen guten Leistungsstand hat, zeigten in diesem Jahr die Einsatzabteilungen bei zahlreichen Übungen und Einsätzen. Um für die Brandbekämpfung gut aufgestellt zu sein, fand im Feuerwehrzentrum eine Heißausbildung aller Abteilungen statt. Aber nicht nur die klassische Brandbekämpfung, war im Einsatzspektrum der Wehr zu finden. Auch unsere Feuerwehrsanitäter in allen Abteilungen bekamen 2016 wieder sehr gute Rückmeldungen von den Rettungsdiensten und konnten sich als verlässlicher Partner beweisen. Hier dieses Jahr sehr viele Einsätze in positiver Erinnerung bleiben. Gerade die Abteilung Oberflockenbach spürte eine deutliche Zunahme bei der Alarmierung des Helfer vor Ort System. Aber auch die Abteilung Stadt verzeichnete eine Zunahme der Alarmierungen, wobei diese bei weitem nicht so hoch wie im Ausrückebereich 5 waren. Zuwachs bekam die Feuerwehr 2016 auch. Ein Feuerwehrmann als Bronzefigur kehrt nach mehr als 100 Jahren wieder nach Hause. Die Weinheimer Nachrichten berichteten über die kuriose Geschichte eines Geschenks, das Bürgermeister Heinrich Ehret 1910 erhalten hatte.
Auch Kritik wird nicht vergessen
Natürlich war 2016 nicht nur ein Jahr der Freude. Auch bei der Feuerwehr gibt es Kritik und das liegt nicht nur an Beschwerden, dass die Feuerwehr aus Sicht mancher Bürger zu lange bis zum Einsatzort braucht oder unnötigerweise mit Martinshorn in der Nacht fährt. In Erinnerung werden auch politische Entscheidungsträger bleiben, die immer wieder die Notwendigkeit von Beschaffungen in Frage stellen. Vielen ist nicht klar, dass die Fahrzeuge und Gerätschaften keine Spielzeuge der Feuerwehrfrauen und Männer sind, sondern das notwendig Arbeitsgerät um die gestellten Aufgaben bei Einsätzen bewältigen zu können. So wird die Schlagzeile der Lokalzeitung „Streit um die Feuerwehr“ bei vielen Mitgliedern der Feuerwehr im Gedächtnis bleiben. Bei der Sitzung des Gemeinderats im Juni, gab es wegen der Neubeschaffung von Einsatzfahrzeugen schwere Diskussionen. Unser Feuerwehrdezernent Dr. Torsten Fetzner und Oberbürgermeister Heiner Bernhard fanden jedoch deutliche Worte und erhielten auch breite Zustimmung der Fraktionen. Ein ähnliches Thema sprach auch der scheidende Sulzbacher Abteilungskommandant Karsten Fath in seinem Abschlussbericht an. Er ging in seinem Bericht im Januar auf die geplanten Sparmaßnahmen ein, die auch den Ortsteil Sulzbach im Bereich des Brandschutzes betreffen sollten. In den lokalen Medien war zu lesen, dass aufgrund von geplanten Sparmaßnahmen die Feuerwehr „tapfer“ sein muss. Karsten Fath machte noch mal deutlich, dass nicht die Feuerwehr, sondern die Bürger tapfer sein müssen. Für Sie ist es wichtig, dass die Einsatzkräfte der Feuerwehr das nötige Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt bekommen um ihre Aufgabe zum Schutz des Nächsten übernehmen zu können. Trotz allem, weiß die Freiwillige Feuerwehr, dass der Stellenwert innerhalb der Bürgerschaft, der Stadtverwaltung, des Feuerwehrdezernenten, der Gewerbetreibenden und den meisten politischen Vertreter, sehr hoch ist und Sie sich auf die Unterstützung verlassen kann. Viele Probleme, Kritiken, Ärgernisse und Missverständnisse entstehen durch mangelnde Transparenz und Kommunikation. Jeder weiß, was zu tun ist, damit 2017 solche Schlagzeilen nicht mehr in den Lokalzeitungen stehen müssen.
Wir machen weiter – bis nächstes Jahr auf unseren Seiten
Dies war eine Zusammenfassung des Fachgebiets Öffentlichkeitsarbeit, einiger Ereignisse aus dem Jahr 2016. Wer unsere Internetseite und meist noch aktueller die Facebook Seite verfolgt, weiß, dass wir hier nur ein Teil angerissen haben, was dieses Jahr alles bei der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim geleistet wurde. Trotzdem war es uns wichtig, noch mal im Schnelldurchlauf ein paar Stationen dieses Jahres in Erinnerung zu rufen. In diesem Sinne wünschen wir Euch auch einen guten Start ins neue Jahr und versprechen, dass wir auch 2017 wieder einiges über die Arbeit unserer Weinheimer Feuerwehr berichten werden.
Für das Fachgebiet Öffentlichkeitsarbeit
Ralf Mittelbach
