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Kurzer Prozess mit einem Millionenprojekt

17. April 2011 | Von
Spatestich für kommunales Hilfeleistungszentrum

Spatestich für kommunales HilfeleistungszentrumDa ruhten sie noch, die Spaten – am Freitagnachmittag fand im Gewann „Rennäcker“ der offizielle Baubeginn für das Kommunale Hilfeleistungszentrum statt. Unser Webteam war für Euch dabei und hat eine Bildergalerie erstellt. Es gab monatelange kontroverse Debatten. Es ist das teuerste Bauprojekt Hirschbergs. Bürgermeister Manuel Just bezeichnete es gestern zudem als „eines der bedeutendsten“ Bauprojekte der Gemeinde. Doch der Spatenstich für das Kommunale Hilfeleistungszentrum (HLZ) gestern Nachmittag ließ all dies nicht vermuten. Bereits nach 15 Minuten lud Just alle Anwesenden ins Schützenhaus zu einem kleinen Imbiss ein. Da war der offizielle Teil schon rum. Der bestand aus einer Rede des Bürgermeisters und dem eigentlichen Spatenstich, bei dem allerdings Architekt Helmut Dasch fehlte – ein Spaten blieb daher unbesetzt. Steht der Spatenstich generell für den Beginn der Arbeiten auf einer Baustelle, galt dies für das HLZ keineswegs – schließlich war der Bauplatz schon aufgegraben und geebnet. Zwanzig Meter weiter, hinter den in Reihe aufgestellten Fahrzeugen von Feuerwehr, DRK und Bauhof, rollten während der Feier bereits Bagger und Planierraupen.

Rohbau bis August fertig

 

Der Spatenstich„Bisher steht nur ein grober Zeitplan. Die genauen Termine müssen noch mit den Firmen abgeklärt werden“, sagte Bauamtsmitarbeiter Karl Martiné auf Nachfrage der Weinheimer Nachrichten. So solle bis Ende August dieses Jahres der Rohbau stehen. Bis zum Winter werde zudem das Dach fertiggestellt sein – dann folgen die Metall- und Glasarbeiten und die Wärmedämmung. Viele Personen hatten sich am Bauplatz im Gewann „Rennäcker“ am Leutershausener Sportzentrum eingefunden – fast ausschließlich „Offizielle“. Gemeinderäte, Abgeordnete, Gemeindemitarbeiter – und natürlich jede Menge Vertreter der Feuerwehren und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Denn gemeinsam mit dem Hirschberger Bauhof werden die Wehr und das DRK in das Gebäude einziehen, welches spätestens bis September nächsten Jahres fertiggestellt sein soll, wie Just in seiner Rede erklärte. Derzeit sehe es so aus, als ob die Budgetgrenze von 7,7 Millionen Euro eingehalten werden könne, erklärte er. Das wird auch nötig sein, schließlich wurden zahlreiche Stunden in Gemeinderat und Ausschüssen darauf verwendet, die ursprünglichen Kosten von rund zehn Millionen Euro durch Kürzungen zu reduzieren.

Flächen verkaufen

 

Eine Möglichkeit, Teile der entstandenen Kosten wieder in die Gemeindekasse zu bringen, sprach Just gestern an: Die Gemeinde sollte – müsse – sich von den derzeitigen Feuerwehrgebäuden in beiden Ortsteilen trennen. Schon vor zwei Jahren war darüber diskutiert worden, frei werdende Flächen für Gewerbe oder Wohnbebauung zu nutzen.

 

az / Artikel Weinheimer Nachrichten vom: 16.04.2011Bilder: Gutschalk