Besondere Begleitung in der Region „bisher kein Thema“

3. Dezember 2018 | Von

Die Feuerwehren in der Region haben bisher wenige Erlebnisse gehabt, die einen besonderen Schutz durch die Polizei an Silvester nötig machen würden. Für die Mannheimer Berufsfeuerwehr sei das „bisher kein Thema“, sagte Kommandant Karlheinz Gremm. Er wisse zwar von Kollegen aus Städten wie Hamburg und Berlin, dass „die Feuerwehr in bestimmte Stadtteile nur mit Polizei ausrückt“. In Mannheim habe er solche Erfahrungen jedoch noch nicht gemacht, „und der Wunsch ist auch vom Personalrat nicht an mich herangetragen worden“. Allerdings sei es ohnehin üblich, dass zu größeren Einsätzen die Polizei mit ausrücke.

In der Silvesternacht komme es laut Gremm dazu, dass viele Menschen durch den Alkohol enthemmter seien. Immer wieder sei zu beobachten, dass mitten auf der Fahrbahn Raketen gezündet oder den Fahrzeugen Kracher hinterhergeworfen werden. Ein Sprecher der Stadt Heidelberg berichtete von ähnlichen Erfahrungen. Die Feuerwehr Heidelberg strebe daher wie in den Vorjahren eine Vereinbarung mit der Polizei an, dass sie in Wohngebiete mit hoher Bebauung und Balkonen mitfahre. Körperliche Übergriffe habe es in Heidelberg bisher allerdings noch nicht gegeben. „Daher sieht die Feuerwehr keine Notwendigkeit, zu Einsätzen grundsätzlich mit Polizeibegleitung auszurücken“, so der Sprecher weiter.

Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr (Abteilung Weinheim-Stadt), Ralf Mittelbach, sagt: „In den vergangenen Jahren ist es in Weinheim eher ruhiger geworden. Früher kam es tatsächlich in bestimmten Gegenden vor, dass wir mit Böllern beschossen wurden.“ In Ludwigshafen oder auch in Hockenheim gibt es bislang keine Planungen, die Feuerwehr durch die Polizei an Silvester schützen zu lassen. Das teilten Sprecher auf Anfrage mit. pwr/tge/vmr