Bald geht es auf große Reise
14. Juni 2016 | Von Weinheimer Nachrichten
Naturschutz: Beringung der Jungstorche dient der Wiedererkennung
Weinheim. Während der Beringung durch Helmut Stein von der staatlichen Vogelwarte Radolfszell verharren die vier Weinheimer Jungstörche ganz ruhig. Sie befinden sich in Akinese – einer Form der Bewegungsstarre, die eintritt, sobald jemand den Nestrand des Storchenhorstes berührt.
Stein ist es so ein Leichtes, den Jungvögeln die schwarzen Ringe jeweils am rechten oberen Ständer, so die korrekte Bezeichnung der Storchenbeine, anzulegen. Naturschutzwart Dietmar Matt bat dafür die Freiwillige Feuerwehr um Mithilfe. Stadtkommandant Ralf Mittelbach und Karsten Fath unterstützen die Aktion in Weinheim mit einer Leiter zum Horst, ebenso wie Kommandant Joachim Steilen mit zwei seiner Kollegen in Hemsbach für die dort drei Jungstörche. In wenigen Wochen schon beginnen sie ihre Reise ins südliche Winterquartier in Spanien, Marokko oder den Savannen südlich der Sahara. Sie bleiben dort etwa drei Jahre bis zu ihrer Geschlechtsreife und kehren dann ins hiesige Brutgebiet zurück.
Die deutschen Elektromasten sind für die Großvögel kraft Gesetz extra vogelschutzsicher umgestaltet worden.
Quelle: Weinheimer Nachrichten vom 10.06.2016
