Frontalzusammenstoß auf der A659 fordert einen Toten und zwei Schwerverletzte
9. August 2014 | Von Ralf Mittelbach
Die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag kurz nach 0 Uhr, auf die A659 zwischen dem Weinheimer Kreuz und der Anschlussstelle Viernheim Ost zu einem schweren Verkehrsunfall gerufen. Die Leitstelle Rhein Neckar meldete, dass ein Fahrzeug in den Gegenverkehr gefahren war und frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammengeprallt ist.
Mehrere Notrufe gingen bei der Leitstelle ein und meldeten, dass mehrere Menschen verletzt und teilweise eingeklemmt sind. Bereits zwei Minuten nach Alarm rückten das Hilfeleistungslöschfahrzeug und der Rüstwagen gemeinsam mit mehreren Rettungswagen und zwei Notarztfahrzeugen zur Einsatzstelle aus. Die Fahrzeuge versuchten sich den Weg zur Einsatzstelle, die kurz vor der Tankstelle an der Autobahn lag, mit Sondersignal frei zu machen. Manche Autofahrer bildeten erst die Rettungsgasse, als die Feuerwehr nicht mehr weiterkam und andere fuhren danach wieder in die Mitte. Dabei bedachten sie nicht, dass sich inzwischen noch ein weiteres Löschfahrzeug, der Gerätewagen Licht und ein Führungsfahrzeug auf der Anfahrt befanden
Unfall fordert einen Toten und zwei Schwerverletzte
Vor Ort bot sich den Einsatzkräften ein Trümmerfeld, das sich über 300 Meter erstreckte. Ein Fahrzeug war in der Mittelleitplanke zum Stehen gekommen und
stark eingedrückt. Der Fahrer des Wagens war schwer eingeklemmt und wurde sofort vom Rettungsdienst untersucht. Trotz der schnellen Hilfe, konnte der Notarzt nur noch den Tod des Autofahrers feststellen. Das zweite beteiligte Fahrzeug war auf den Seitenstreifen geschleudert worden. Auch dieses Fahrzeug war stark demoliert und verformt. Die zwei Insassen waren nicht eingeklemmt und konnten ohne hydraulisches Rettungsgerät befreit und gerettet werden. Die beiden schwerverletzten wurden vom Rettungsdienst erstversorgt und in zwei Mannheimer Krankenhäuser zur weiteren Behandlung eingeliefert. Die Autobahn war zu diesem Zeitpunkt in Richtung Mannheim bereits voll gesperrt. Die Feuerwehr baute inzwischen einen Sichtschutz auf, leuchtet die Einsatzstelle großflächig aus und stellte den Brandschutz sicher. Die auslaufenden Betriebsstoffe wurden aufgefangen und gebunden. Zur Betreuung von Unfallzeugen, wurde die PSNV (psychosoziale Notfallversorgung) alarmiert.
Gegen 4 Uhr Aufhebung der Straßensperrung
Die Straßenmeisterei und die Polizei kümmerten sich inzwischen um die Umleitung des Verkehrs. Nachdem alles vorbereitet war, konnten die im Stau wartenden Fahrzeuge drehen und entgegen der Fahrtrichtung zurückfahren, so dass die Autobahn gegen 1:30 Uhr komplett Autofrei war. Nachdem ein Unfallsachverständiger und die Autobahnpolizei den Unfallaufgenommen hatten, konnte die Feuerwehr mit der Bergung des im Fahrzeug eingeklemmten Unfallopfers beginnen. Mit hydraulischem Rettungsgerät wurde der Eingeklemmte aus dem Fahrzeug befreit, sowie die Fahrbahn von den Trümmern und Splittern gereinigt. Gegen 3:30 Uhr konnte die freiwillige Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt den Einsatz beenden. Danach übernahmen die Autobahnmeisterei und die Abschleppunternehmen die restlichen Arbeiten, bis die Polizei gegen 4 Uhr die Autobahn für den Verkehr wieder freigeben konnte.
