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Personenrettung aus dem Eis – Feuerwehr und DLRG üben

13. Februar 2012 | Von
Eisrettungsübung am Waidsee Weinheim

Eisrettungsübung am Waidsee WeinheimEs ist kurz nach 14 Uhr als ein Hilferuf aus dem Weinheimer Waidsee hallt. Glücklicherweise handelt es sich nur um eine Übung der Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt und der DLRG Weinheim, an der sogenannten Schweinebucht. Gesichert mit Spezialanzügen, hatten die Wasserretter der DLRG ein Loch, circa 50 Meter vom Ufer entfernt ins Eis gesägt. Dabei wurde auch die Dicke gemessen, die bei nur 10cm lag. Deutlich zu dünn um den Weinheimer Waidsee risikofrei zu betreten, wie der 1. Vorsitzende der DLRG Weinheim, Kai Stauffert erläutert. Trotz der Warnhinweisschilder der Stadt Weinheim am Weinheimer Waidsee, aber auch auf anderen Wasserflächen im Stadtgebiet wagen sich trotzdem viele auf die zugefrorenen Flächen. Daher ist es für Feuerwehr und DLRG wichtig sich auch auf solche Einsatzszenarien vorzubereiten. Mit einem schwimmfähigen Spezialanzug und mit einer Leine gesichert, wartet ein Wasseretter in dem Loch auf seine Rettung. Gemeinsam wurden durch die Feuerwehr und die DLRG verschiedene Einsatzgerätschaften ausprobiert und getestet um bei einem Ernstfall, eine ins Eis eingebrochene Person schnell aus dem Eis zu retten. Während die Feuerwehr Weinheim mit Schlauchbooten und Steckleiterteilen sich in die Übung einbrachte, hatte die DLRG ihren Eisschlitten getestet. Das größte Problem ist der Faktor Zeit, wie Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht erklärte. Ist eine Person ins Eis eingebrochen, ist es wichtig sofort den Notruf über die Nummer 112 abzusetzen. Die Einsatzkräfte von DLRG und Feuerwehr müssen erst alarmiert werden, von zu Hause die Rettungswachen anfahren und müssen dann auch noch zur Einsatzstelle kommen. Das kann bis zu 10 Minuten dauern, da die ehrenamtlichen Helfer erst von zu Hause in die Rettungswache kommen müssen und von dort aus zur Einsatzstelle ausrücken müssen. Damit es erst gar nicht zu solchen Notfällen kommt, und der Faktor Zeit keine Rolle spielen muss, empfiehlt es sich erst gar nicht auf das Eis zu wagen, wenn es auch noch so verlockend ist, waren sich die Übungseinsatzleiter von DLRG, Martin Thiel und Feuerwehr, Thomas Albers einig. Nachdem mehrere Einsatzszenarien geprobt waren und das für den Betroffenen optimale Einsatzkonzept gefunden war, konnte der gemeinsame Übungsnachmittag beendet werden. Das Loch im Eis wurde mit der ausgesägten Eisplatte, die unter dem Eis befestigt worden war wieder verschlossen und die Übungsstelle weiträumig abgesichert.

Bildergalerie

Video zur Übung Eisrettung