Dachstuhlbrand Gabelsbergerstraße – aktualisiert am 9.9.11
7. September 2011 | Von Feuerwehr Weinheim
70 Einsatzkräfte der Feuerwehr Weinheim und der Werkfeuerwehr Freudenberg mussten am Mittwochnachmittag einen Dachstuhlbrand in der Gabelsbergerstraße löschen. Gegen 13:30 meldeten Anwohner eine Rauchentwicklung und lösten Alarm für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus.
Auf der Anfahrt meldet die Polizei einen bestätigten Dachstuhlbrand, so dass die Alarmstufe erhöht wurde und neben der Abteilung Stadt auch die Abteilungen Sulzbach und Lützelsachsen – Hohensachsen alarmiert wurden. Bei Ankunft der Feuerwehr war das Gebäude bereits geräumt und das Dachgeschoss brannte in voller Ausdehnung. Das Feuer hatte sich nicht nur in der Dachgeschosswohnung ausgebreitet, sondern war auch auf den Dachspeicher übergegriffen. Während zwei Trupps der Weinheimer Feuerwehr unter Atemschutz den Brand von innen bekämpften, wurde eine Riegelstellung von aussen aufgebaut um Nachbargebäude zu schützen. Parallel dazu wurde die Drehleiter der Feuerwehr Weinheim auf der Südseite des Gebäudes in Stellung gebracht. Weitere Kräfte bauten die Wasserversorgung zu den Löschfahrzeugen von der Gorxheimertal Straße auf.
Die Werkfeuerwehr Freudenberg wurde mit dem Hubsteiger auf der Nordseite des Gebäudes eingesetz und löschte auf dieser Seite den Brand am Dachstuhl. Durch den Einsatz beider Hubrettungsfahrzeuge, konnte der Brand im Speicher effektiv bekämpft werden. Dazu mussten teilweise die Dachziegel entfernt werden um an den Brandherd zu gelangen. Zwischenzeitlich hatte ein Trupp der Wehr einen sogenannten mobilen Rauchverschluss im Treppenhaus zur Dachgeschosswohnung montiert. Dadurch konnte eine weitere Rauchausbreitung verhindert werden. Außerdem wurde das Gebäude stromlos geschalten und die Gaszufuhr abgestellt. Nach 1 Stunde hatten die eingesetzten Kräfte das Feuer unter Kontrolle und es mussten nur noch kleinere Nachlöscharbeiten durchgeführt werden. Vorsorglich stellte die Feuerwehr Weinheim eine Brandwache am Gebäude, für den Fall das sich erneut Glutnester entzünden. Nach einer abschließenden Brandnachschau am Mittwochabend konnte die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden.
Videobeitrag Rhein Neckar Fernsehen
Dachstuhl in Flammen, Haus unbewohnbar
Dunkler Qualm und meterhohe Flammen schlugen gestern aus dem Dach eines Hauses in der Gabelsberger Straße. Die Feuerwehr Weinheim bekämpfte mit 80 Einsatzkräften den Brand. Großeinsatz für die Freiwillige Feuerwehr Weinheim: Gestern Mittag wurden die Einsatzkräfte zu einem Dachstuhlbrand im Weinheimer Stadtteil Müll gerufen. In der Gabelsberger Straße schlugen die Flammen bereits aus dem Dach, als die Feuerwehr dort eintraf. Das Dachgeschoss brannte völlig aus, das Haus ist unbewohnbar. Verletzt wurde zum Glück niemand. Nach ersten Schätzungen der Polizei beläuft sich der Schaden auf rund 150 000 Euro. Die Bewohner wurden von Verwandten aufgenommen, die ebenfalls in der Gabelsberger Straße wohnen. Ludwig Hillger, Chef der Weinheimer Kripo, verschaffte sich gestern vor Ort einen ersten Überblick über das Geschehen.
„Mit den Ermittlungen zur Brandursache können wir aber erst am Donnerstag beginnen“, erklärte er gegenüber unserer Zeitung. Seine Anteilnahme galt den Bewohnern des Hauses: „Man verliert plötzlich alles, das ist verheerend.“ Entsprechend aufgewühlt waren die Angehörigen, die die Löscharbeiten der Feuerwehr aus sicherer Entfernung verfolgten. „Zum Glück war niemand im Haus, als das Feuer ausbrach“, erklärte der Schwiegersohn der Hausbesitzerin. Allerdings kritisierte er auch die Feuerwehr: „Die kamen erst nach der Polizei an. Da war ich selbst schneller, obwohl ich erst mit dem Auto aus der Nordstadt herfahren musste, nachdem ich von dem Feuer erfahren hatte.“
Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht zeigte zwar Verständnis für die Aufregung der Betroffenen. Aber die Kritik wies er zurück: „Wir haben die Hilfsfrist von zehn Minuten eingehalten.“ Diese Aussage konnte er mit dem Alarmierungszeiten, die von der Leitstelle dokumentiert wurden, auch eindeutig belegen. Um 13.33 Uhr hatte demnach eine Anruferin lediglich „Rauch in der Gabelsberger Straße“ gemeldet. Kurz darauf gingen Anrufe von Nachbarn ein, die das Geschehen genauer beschreiben konnten. Um 13.38 Uhr übernahm die Abteilung Stadt der Feuerwehr Weinheim von der Leitstelle den Einsatz und traf um 13.45 Uhr mit dem ersten Löschfahrzeug vor Ort ein.
Danach ging es Schlag auf Schlag. Die Sirenen der Feuerwehr waren überall in der Innenstadt zu hören. Insgesamt 80 Einsatzkräfte der Abteilungen Stadt, Hohensachsen/Lützelsachsen und Sulzbach gingen gegen das Feuer vor. Unterstützung kam auch von der Werkfeuerwehr Freudenberg, die mit ihrer Teleskopmastbühne vor Ort war. Gemeinsam mit der Besatzung des Drehleiter-Fahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim konnte dadurch das Feuer von zwei Seiten bekämpft werden. Dennoch schlugen auch nach einer Stunde immer wieder kleinere Flammen aus dem Dach. Als die Einsatzkräfte unter Atemschutz von innen die Dachziegel entfernen konnten, gelang es, auch die letzten Glutnester zu löschen. Vorsichtshalber wurde für gestern Abend noch eine sogenannte Brandnachschau vom Stadtbrandmeister angeordnet. pro
Artikel Weinheimer Nachrichten vom: 08.09.2011 Bilder: Kopetzky
Einfamilienhaus wurde Raub der Flammen – Großeinsatz in Weinheim: Feuer im Dachgeschoss hinterließ einen Sachschaden von 150 000 Euro – Brandursache ist unklar
Großeinsatz für die Freiwillige Feuerwehr in Weinheim: Mehr als 80 Mann und sieben Fahrzeuge waren gestern Nachmittag notwendig, um einen Dachgeschossbrand zu löschen. Weit über zwei Stunden waren die Floriansjünger, unterstützt von der Werksfeuerwehr der Freudenberg Unternehmensgruppe, vor Ort, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die Einsatzkräfte konnten allerdings nicht verhindern, dass das Dachgeschoss völlig ausbrannte. Den Sachschaden bezifferte die Polizei auf 150 000 Euro. Die Brandursache war zunächst unklar, da die Ermittler erst heute Morgen das Einfamilienhaus betreten konnten. Dessen Bewohner waren nicht zu Hause, als das Feuer ausbrach. Verletzt wurde daher niemand. Mehr als 80 Mann und zwei Drehleitern waren im Einsatz Kurz nach 13.30 Uhr rückte die Feuerwehr gestern aus. „Die Lage war zunächst unklar“, berichtete ein Feuerwehrsprecher. In der ersten Meldung, die Aus dem benachbarten Kindergarten kam, war nur von einer leichten Rauchentwicklung die Rede. Als die Einsatzkräfte der Innenstadtabteilung vor Ort eintrafen, loderten die Flammen aber bereits meterhoch aus dem Dachgeschoss. Die Einsatzleitung entschied daher sofort, neben weiteren Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr auch die Freudenberg Brandschützer zu alarmieren. Die Anfahrt erwies sich als schwierig, da die Bahnhofstraße, die Hauptverkehrsader der Zweiburgenstadt, verstopft war und die Floriansjünger einen Umweg fahren mussten.
Erschwerend kam hinzu, dass sich das Feuerwehrzentrum im Westen, der Einsatzort mehrere Kilometer entfernt im Osten Weinheims, genauer im Gorxheimer Tal, lag. „Wir haben die Alarmierungszeiten aber eingehalten“, betonte der Feuerwehrsprecher. Acht Minuten nach der Alarmierung, vorgeschrieben ist eine Frist von zehn Minuten, war der erste Trupp vor Ort. Auch die eigentliche Brandbekämpfung stellte die Floriansjünger vor kleinere Herausforderungen. Zwei Drehleitern waren erforderlich, um gegen das Feuer vorgehen zu können. Da der Brandherd zudem in einem Zwischenboden lag, mussten zunächst die Dachziegel entfernt werden. Gegen 14 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle, es dauerte aber noch über eine weitere Stunde, bis die Floriansjünger schließlich „Feuer aus“ meldeten. Allerdings blieb die Wehr noch länger vor Ort und stellte die Brandwache sicher. Gegen 18 Uhr rückten die letzten Einsatzkräfte ab. Das Einfamilienhaus war nach Feuerwehrangaben nicht nur unbewohnbar, sondern zunächst für die Brandermittlungen der Polizei gesperrt. Die Bewohner fanden Unterschlupf bei Verwandten, die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen. Gegen 13.30 Uhr brach gestern das Feuer aus bislang unbekannter Ursache in einem Weinheimer Einfamilienhaus aus. 80 Mann der Freiwilligen und Freudenberg-Werksfeuerwehr waren im Einsatz.
Quelle Rhein Neckar Zeitung vom 08.09.2011
