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24 Stunden Spannung, Spiel und Spaß bei der Abteilung Stadt

27. Juli 2011 | Von
24 Stunden Übung Jugendfeuerwehr

24 Stunden Übung JugendfeuerwehrAktion bei der Jugendfeuerwehr Weinheim Abteilung Stadt – Brand beim Abteilungskommandant Müller. 24 Stunden Dienst, um zu erleben, wie eine 24 Stunden Schicht bei der Berufsfeuerwehr aussieht, war das Ziel der Jugendfeuerwehr. Als um 10 Uhr die Besatzungen für die Fahrzeuge beim Antreten in der Fahrzeughalle eingeteilt wurde, ahnte die Teilnehmer noch nicht was alles auf sie zukommen würde. Zunächst wurde das Nachtlager eingerichtet und Feldbetten im Lehrsaal aufgebaut. Der Aufbau wurde allerdings schnell unterbrochen, da zum ersten Mal in diesen 24 Stunden das Alarmsignal für die Jugendfeuerwehr ertönte. Brandeinsatz auf der Waidsiedlung! Aufgeregt zogen sich die Jugendlichen um und besetzten das LF 16 TS, das TLF 16/25 und den Reserve ELW. Nach kurzer Fahrt mit Sondersignal über den Feldweg erreichte der kleine Löschzug das Brandobjekt – ein kleines Holzhaus. Während sich das TLF um diesen Brand kümmerte, löschte die Besatzung des LF den Brand an einer angrenzenden Scheune. Der Angriffstrupp ging mit Übungsatemschutzgeräten in den Innenangriff. Jedoch wurde der Trupp „verletzt“ und konnte schnell durch den bereitstehenden Sicherungstrupp gerettet werden. Nachdem alle gerettet waren und das Feuer schwarz gemeldet wurde ging es zu Einsatznachbesprechung. So konnte man gegen 11.30 die Rückfahrt zur Wache angetreten werden.

24 Stunden Übung JugendfeuerwehrJetzt hatten die Jugendlichen Zeit ihre Feldbetten fertig aufzubauen. Unser Stellvertretender Jugendwart und sein Küchenteam kümmerten sich jetzt um das leibliche Wohl der Jugendlichen und ihrer Betreuer. Nach dem Essen wartete man vergeblich auf den nächsten Einsatz, was bei einer Berufsfeuerwehr durchaus vorkommen kann. Gegen 14.30 Uhr wurde die Jugendfeuerwehr zur einer Menschenrettung erneut alarmiert. Die Badehosen wurden eingepackt und der Bootanhänger angehängt und schon ging die Fahrt los. Es stellte sich nach kurzer Erkundung heraus, dass 14 Kanister aus dem See gefischt werden mussten. Schnell wurden die Schlauchboote einsatzbereit gemacht und schon ging die Rettung los. Rasch wurden die Kanister gefunden und an Land gebracht. Danach durften alle, die wollten, noch schwimmen gehen. Die Heimfahrt, bei Regen war dann gegen 16 Uhr. Nun gab es wieder eine lange Pause. In dieser Zeit wurden witzige Spiele zur Förderung der Gemeinschaft gespielt. Gegen 20:30 Uhr wurde das LF 16 TS zu einer verletzten Person im Baumhaus gerufen. Nachdem die Steckleiter aufgesteckt war, konnte die Person gerettet werden. Zur gleichen Zeit wurde das TLF und der Reserve ELW zu einer unklaren Rauchentwicklung gerufen. Der Angriffstrupp rüstete sich mit Kleinlöschgerät aus und eilte zum Brandherd. Sie mussten verdutzt feststellen, dass sie auf der Geburtstagsparty des Abteilungskommandant Patrick Müller gelandet waren. Das konnte den Trupp jedoch nicht beunruhigen. Nachdem das Feuer schwarz war, wurde noch das LF 16 TS zur Unterstützung zum Einsatzort gerufen. Die Jugendfeuerwehr´ler und ihre Betreuer feierten kurz mit, mussten jedoch gegen 21 Uhr die Party wieder verlassen.

24 Stunden Übung JugendfeuerwehrNun wurde das Abendessen fortgesetzt. Nach dem Essen schauten alle Fußballfans die deutsche Frauennationalmannschaft an. In der Verlängerung, um 23:00 Uhr, wurde die Jugendfeuerwehr jedoch zu einer Personensuche an der Nähe der Kompostierungsanlage alarmiert. Hier wurde der Rüstwagen mit angefordert, um das große Gebiet auszuleuchten. Schnell waren die 2 Personen gefunden und konnten nach einer halben Stunde an den Rettungsdienst übergeben werden. Nach der Ankunft im Feuerwehrzentrum legen sich die Jugendlichen hin, um nach dem anstrengenden Tag ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Nachts wurden die aktiven Mitglieder der Wehr zu einem Einsatz gerufen, der jedoch schnell beendet werden konnte. Kurz darauf gegen 02:50 Uhr wurde die Jugendfeuerwehr zu einem Unfall mit Gefahrgut gerufen. Die Jugendlichen waren sofort hellwach und besetzten statt dem LF den RW und den GWG Oel. So rückten das TLF, der RW, GWG und der Reserve ELW aus. Jetzt waren 4 Fahrzeuge auf den Weg zum Einsatzort. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein PKW in einem Gefahrgutanhänger, der mit Ameisensäure beladen war, gerast war. Eine Person war unter dem PKW eingeklemmt. Die Besatzung des TLF stellte schnell den dreifachen Brandschutz her und dichtete die Gullys ab, damit die austretende Säure nicht ins Grundwasser gelangen konnte. Die andreren Trupps befreiten die Person unter dem PKW, dichteten das Leck im Anhänger und bauten Licht auf. Gegen halb 4 durften die Jugendlichen endlich müde ins Bett.

24 Stunden Übung JugendfeuerwehrEin Frühstück gab es erst mal nicht, ein gemeldeter Strohballenbrand durchkreuzte alle Pläne. Schnell wurden die Fahrzeuge besetzt und wieder ging es mit Sondersignal durch die Felder. Vor Ort stellte sich heraus, das 2 Strohballen brannten. Das LF bekam Wasser vom GTLF der Abteilung Sulzbach und das Tanklöschfahrzeug versorgte sich selbst. Nachdem die Leitungen aufgebaut waren, warteten die Jugendlichen bis das Stroh etwas runter gebrannt war und fingen dann mit den Löscharbeiten an. Dazu gehörten auch die Strohballen auseinander zu ziehen. Nachdem auch diese Arbeit beendet war, wurde alles nochmal abgelöscht. Jetzt wurden die schmutzigen Stiefel in der Weschnitz gewaschen. Nach Ankunft im Feuerwehrzentrum wurden alle Fahrzeuge neu beladen und die Stiefel nochmal gewaschen. Schnell wurden noch die Feldbetten abgeräumt damit endlich gefrühstückt werden konnte. Die Jugendlichen schlugen kräftig zu, denn die letzten 24 Stunden waren doch anstrengender als gedacht. Jetzt wurden die müden aber glücklichen Jugendlichen von ihren Eltern abgeholt und hatten zu Hause einiges zu erzählen. Endlich konnten auch die Betreuer und Organisatoren nach Hause, denen hiermit nochmals herzlich gedankt werden soll!

Bildergalerie

Valentin Körnig – Jugendfeuerwehr Weinheim Abt. Stadt